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Herr Vogt macht ein Gesetz

Wenn Sachverstand mit Parteipolitik kollidiert: SVP-Nationalrat Hans-Ueli Vogt steht hinter dem Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative. Dafür muss er jetzt büssen.

«Ich kenne die Hebel im Aktienrecht», sagt SVP-Nationalrat Hans-Ueli Vogt. Bild: Keystone/Mirko Ries

«Ich kenne die Hebel im Aktienrecht», sagt SVP-Nationalrat Hans-Ueli Vogt. Bild: Keystone/Mirko Ries

Philipp Loser@philipploser
Christian Zürcher@suertscher

Und dann: System Error.

Ein Gefühl, als ob man nicht mehr ­atmen könne, der Hals wird eng, die Nase zuckt, man spürt die Tränen lange – lange bevor sie die anderen sehen können. Bevor sie alle sehen können.

Es ist einfach ungerecht. So viel Einsatz, so viel Arbeit, so viel Wissen. Und am Schluss sind es die eigenen Kollegen, die am meisten nörgeln und tuscheln und verächtlich den Kopf schütteln. Undankbare Bande.

Er kann nicht mehr. Raus, nur raus.

Sieben Tage lang hat die Rechtskommission des Nationalrats die Aktienrechtsrevision verhandelt, stundenlang Details gewälzt und 216 Änderungsanträge behandelt. Ein Monster. Unter Kontrolle gehalten von Hans-Ueli Vogt, SVP, Rechtsprofessor mit Spezialgebiet Aktienrecht. Bis fast ganz zum Schluss hat Vogt das Monster fest im Griff, bis zur letzten halben Stunde. «System ­Error», so nennt er es später selber.

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