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Heftige Proteste in Lausanne und Bern

Rund 400 Menschen haben nach dem Ja zur Ausschaffungsinitiative in Bern eine Kundgebung durchgeführt. Vereinzelt kam es zu Sachbeschädigungen. Auch in Lausanne wurde demonstriert.

Rund um den Bahnhof von Bern: Hunderte demonstrierten gegen die Annahme der Ausschaffungsinitiative.
Rund um den Bahnhof von Bern: Hunderte demonstrierten gegen die Annahme der Ausschaffungsinitiative.
Keystone
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Reuters
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In Bern blockierten die teilweise vermummten Personen bei der Heiliggeistkirche in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs den öffentlichen Verkehr. Sie entzündeten Fackeln und brannten pyrotechnische Gegenstände ab. Während der Kundgebung skandierten sie Parolen gegen die SVP. In der Marktgasse kletterte ein Kundgebungsteilnehmer eine Fassade hinauf und zerstörte mit einer Fackel eine Schweizerfahne.

Gegen Ende der Kundgebung kam es zu Sachbeschädigungen. Einzelne Vermummte schlugen die Eingangstüre des Hotels «Bristol» ein, in dem SVP-Vertreter anwesend waren, und warfen die Scheibe der Berner Niederlassung einer Grossbank ein. Viele Kundgebungsteilnehmer quittierten diese Gewalt mit Buhrufen. Eine junge Frau stellte sich schützend vor die Hoteltür.

Polizisten im Einsatz

Um 19.30 Uhr ging die Polizei, die mit einem ziemlich grossen Aufgebot präsent war, auf der Schützenmatte gegen den harten Kern der Demonstranten vor; daraufhin zogen diese sich in das alternative Kulturzentrum Reitschule zurückzogen. Der Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, Gemeinderat Reto Nause, sagte auf Anfrage, die Behörden hätten mit einem solchen Szenario gerechnet. Die Polizei sei vorbereitet gewesen.

«Stinkende» SVP-Plakate

In Lausanne gingen am Sonntagnachmittag rund 100 junge Leute aus der linken Anti-SVP-Szene auf die Strasse, um gegen die Annahme der Ausschaffungsinitiative zu protestieren. Die bürgerlichen Parteien hätten im Vorfeld der Abstimmung kaum Präsenz gezeigt und das Feld den «stinkenden» Plakaten der SVP überlassen. Auf Spruchbändern standen Slogans wie «Wir sind alle kriminelle Ausländer» oder «Die Schafe stimmen SVP».

SDA/raa

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