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Heer vs. Aeschi – mehr oder weniger Blocher?

Heute wählt die SVP-Fraktion ihren neuen Chef. Von ihm hängt ab, wie verhandlungsbereit die Parlamentarier der Rechtspartei künftig sein werden.

Die Wut: gross. Die Worte: grob. Die Aufmerksamkeit: maximal. Als SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz am 21. September 2016 ans Rednerpult im Nationalrat tritt, schreibt er Geschichte. Nicht weil er seine Ratskollegen mit selten wüsten Beschimpfungen eindeckt («Verfassungsbrecher!», «Totengräber!»), sondern weil er im Verlauf seiner Brandrede zur Umsetzung der Zuwanderungsinitiative den angelsächsischen Filibuster in die Schweizer Politik einführt. Amstutz lässt sich Suggestivfragen aus der Fraktion stellen, um seine Redezeit zu verlängern. «Ist das ein einmaliger Verfassungsbruch, Kollege Amstutz?» oder «Was ­sagen Sie den frustrierten Stimmbürgern?», fragen seine SVP-­Parlamentarier eilfertig. Es ist eine Show für das Fernsehpublikum, das live zugeschaltet ist.

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