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GSoA-Initiative provoziert offenen Streit im FDP-Nachwuchs

Offiziere in den Reihen der Jungfreisinnigen üben Kritik an Parteifreunden, welche die Wehrpflicht abschaffen wollen. Die Parteileitung hat ihr Schreiben abgesegnet.

Die Fronten sind aufgebrochen: Nachdem sich die Jungfreisinnigen Graubünden, Schwyz und Biel überraschend für die Aufhebung der Wehrpflicht ausgesprochen haben, stellt sich nun auch die Sektion der Region St. Gallen-Gossau hinter die GSoA-Initiative, über die das Volk am 22. September abstimmt. Eine freiwillige Milizarmee verfüge über «motivierte Soldaten, welche Truppenmoral, Dienstqualität und Image der Armee verbessern», schreibt die Sektion.

Damit vertieft sich der Graben in der Partei weiter. Im April haben die Jungfreisinnigen Schweiz (JFS) die Nein-Parole beschlossen. Den Entscheid mit 51 zu 41 Stimmen fällte ihr höchstes Organ, der Kongress mit Vertretern aus allen Kantonen. Obschon Jungfreisinnige wiederholt versichert haben, die Spaltung gefährde den Parteifrieden nicht, kommt es nun zum offenen Streit. Dem «Bund» liegt ein Brief vor, den Offiziere aus ihren Reihen gestern verschickt haben – in Absprache mit der Parteileitung der JFS, wie Vorstandsmitglied Marcel Schuler bestätigt, einer der zwölf Unterzeichner des Briefs. Adressaten sind die zwei prominentesten Dissidenten: Brenda Mäder, die frühere Präsidentin der Jungfreisinnigen, und Silvan Amberg, der Präsident des Komitees «Bürgerliche gegen Wehrpflicht».

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