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GSoA lanciert Initiative gegen Wehrpflicht

Schweizer Männer sollen nicht länger zum Militärdienst verpflichtet werden: Dies fordert die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee. Laut einer Umfrage sind die Chancen der GSoA-Initiative durchaus intakt.

Wehrpflicht ist ein überholtes Modell: Nationalrat Jo Lang referiert an der GSoA-Versammlung.
Wehrpflicht ist ein überholtes Modell: Nationalrat Jo Lang referiert an der GSoA-Versammlung.
Keystone

Die GSoA hat an ihrer Vollversammlung vom Samstag in Solothurn die Lancierung einer Volksinitiative zur Abschaffung der Wehrpflicht beschlossen. Die allgemeine Wehrpflicht sei das «Kernstück des überholten Massenheeres» und gehöre «schon lange abgeschafft», teilte die GSoA am Samstag mit. Zudem widerspreche der Zwang zum Militärdienst der persönlichen Freiheit des Einzelnen.

Der beschlossene Initiativtext sieht laut Mitteilung deshalb vor, in der Bundesverfassung festzuschreiben, dass niemand zum Militärdienst gezwungen werden kann. Beibehalten werden soll hingegen der Zivildienst als freiwilliger Dienst. Die Initiative mit dem Titel «Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht» soll im Frühsommer 2010 lanciert werden. Zudem hat die GSoA an der Versammlung beschlossen, weiter gegen den Kauf neuer Kampfflugzeuge vorzugehen. Ein Rückzug der Kampfjet-Initiative stehe derzeit nicht zur Debatte.

Die Chancen der Initiative dürften nicht allzu schlecht sein: Eine Umfrage bei über 600 Schweizerinnen und Schweizern im Auftrag des Westschweizer Wochenmagazins «L'Hebdo» hatte am Donnerstag ergeben, dass 56,5 Prozent der Befragten die Wehrpflicht nicht mehr für nötig befinden.

SDA/vin

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