Zum Hauptinhalt springen

Grüne wollen die Wirtschaft umkrempeln

An ihrer Delegiertenversammlung haben die Grünen Schweiz den Auftakt zu einer Volksinitiative für eine Grüne Wirtschaft gefeiert. Diskussionen gab es um das Symbolbild – es war einigen «zu männlich».

Die Grünen Schweiz haben bei ihrer Delegiertenversammlung (DV) beschlossen, eine Initiative für eine grüne Wirtschaft zu lancieren. Der Vorschlag war unter den Delegierten unbestritten.

Das Anliegen des Umbaus der Volkswirtschaft sei wichtig und müsse schnell angegangen werden, so der Tenor der Delegierten, die sich zu Wort meldeten. Allerdings sei die Art der Umsetzung oft schwer vermittelbar.

Gelobt wurde ein Bild, das Nationalrat Bastien Girod präsentiert hatte: Er hatte die Umstellung als Besteigung des Eigers vorgestellt. Der Gipfel müsse unbedingt erreicht werden, auch wenn der Weg steil und schwierig sei. Eine Delegierte fand, man habe keine Zeit mehr, den weiteren, aber weniger anspruchsvollen Weg über die Bergrückseite zu wählen: «Es muss über die Nordwand sein».

Für und wider Krawatte

Strittig war das gewählte Symbol der Initiative. Präsentiert wurde dafür am Samstag eine dunkelgrüne Krawatte mit Recyclingsymbol vor einem grünen Hintergrund. Den Einen war die Krawatte ein «zu männliches Symbol».

Anderen dagegen gefiel es: Die Krawatte sei ein Symbol der Wirtschaft - diese sei ausserdem bisher immer noch männerdominiert. Der Zuger Nationalrat Jo Lang dagegen fand die Initiative ausgesprochen attraktiv. Sie sei zwar «eine Zangengeburt gewesen. Aber das gibt ja oft die schönsten Kinder».

«Auch wir wollen fliegen»

Zum Auftakt der Delegiertenversammlung grenzten sowohl Parteipräsident Ueli Leuenberger als auch Vizepräsidentin Franziska Teuscher die Grünen von den anderen Parteien ab. Leuenberger betonte, die Grünen seien die einzige seriöse politische Kraft der Schweiz, die sich konsequent und kompromisslos für die Grundrechte einsetzten.

Sie leisteten Widerstand «gegen selbsternannte Patrioten, welche unter dem Vorwand der Heimatliebe Fremdenhass propagieren». Leuenberger und Teuscher sagten voraus, dass während des Wahlkampfes alle Parteien sagen würden, sie seien grün. Gleichzeitig seien sie aber für Atomkraftwerke und mehr Strassenbau. Damit seien sie nur «schlechte Raubkopien» der Grünen, so Teuscher. Sie zeigte sich davon überzeugt, dass Wählerinnen und Wähler aber die konsequente Politik der Grünen honorieren werden.

Mit Verweis auf die guten Umfragewerte der deutschen Grünen betonte Teuscher, die Grünen erlebten dort einen Höhenflug und «auch wir wollen fliegen! Und wir werden diese Wahlen gewinnen».

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch