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Grün, erfolgreich, populistisch

Sergio Savoia hat die Grünen Tessin auf Erfolg getrimmt und fiel deshalb bei der Berner Parteizentrale in Ungnade. Am Sonntag wird abgerechnet.

Die Grünen hatten keinen guten Start ins Wahljahr. Im Kanton Luzern haben sie zwei Prozent Wähleranteil verloren, in Zürich 3,3, in Baselland 4,1 Prozent. Doch im Tessin will der Chef der Grünen dieses Wochenende nicht verlieren, sondern gewinnen. Sergio Savoia sagt auf Anfrage: «Unser Hauptziel ist es, unsere Vertretung im Parlament zu erhalten oder auszubauen. Zudem streben wir an, den ersten Sitz für die Grünen im Regierungsrat zu holen.» Mindestens was die Kantonsratswahlen angeht, äusserst sich Savoia selbstbewusst: «Ich bin sehr optimistisch, unsere Kampagne war sehr effektiv. Wir erreichen inzwischen Wähler, von denen wir noch vor wenigen Monaten nur hätten träumen können.»

Beobachter trauen es den «Verdi» zu, ihre aktuellen Mandate zu halten. «Die Grünen werden mindestens stabil bleiben, eventuell ein bisschen zulegen», sagt Nenad Stojanovic, Politikwissenschaftler mit Mandaten an den Universitäten Zürich und Luzern und am Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA). Der Grünen-Chef Savoia habe sehr erfolgreich «die populistische Karte ausgespielt» und sei im Tessin damit auf grosse Sympathien gestossen.

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