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Geri Müller sollte sich eine Auszeit nehmen

Von Interesse in der Selfie-Affäre ist einzig die Frage, ob der Politiker eines seiner Ämter ausgenützt hat. Warum tritt er nicht zurück? Wenn sich die Vorwürfe nicht erhärten, kann er später zurückkehren.

Skandal – Empörung – Rücktritt. So wars im Fall des demokratischen US-Politikers Anthony Weiner. Der ­Politiker war von seinen körperlichen Vorzügen dermassen überzeugt, dass er sie mit anderen, speziell mit jungen Anhängerinnen, visuell meinte teilen zu müssen. Das Smartphone hat bezüglich Verbreitung auch unerwünschter Intimitäten ganz neue Möglichkeiten geschaffen. Nun hat laut der «Schweiz am ­Sonntag» auch die Schweiz mit dem Badener Stadt­ammann und grünen Nationalrat Geri Müller ihren Fall Weiner: in der Dimension kleiner, da die Versand­aktion nur gegenüber einer Person stattfand, und zugleich grösser, da am Arbeitsplatz aufgenommen und weil die junge Frau womöglich durch das Einschalten der Polizei hätte eingeschüchtert werden sollen.

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