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Genfer Polizisten gehen unrasiert und im Freizeittenü auf Streife

Die Genfer Polizei streikt wegen befürchteter Lohnkürzungen und greift dafür zu unkonventionellen Mitteln. Sie will damit Sicherheitsdirektor Pierre Maudet (FDP) unter Druck setzen. Der zeigt sich unbeeindruckt.

Sie lassen die Uniform im Schrank: Die Genfer Polizisten sind derzeit leger unterwegs. Foto: Laurent Guiraud («Tribune de Genève»)
Sie lassen die Uniform im Schrank: Die Genfer Polizisten sind derzeit leger unterwegs. Foto: Laurent Guiraud («Tribune de Genève»)

Begonnen hat der Streik der Genfer Polizei Mitte März. Zuerst entledigten sich die Gesetzeshüter ihrer Mützen. Dann begannen sie Autofahrer für einfache Verkehrsdelikte wie das Überfahren eines Stoppsignals oder das Nichttragen von Sicherheitsgurten nicht mehr zu büssen. Seit einigen Wochen tragen die Beamten nun keine Uniformen mehr. Sie stehen leger in kurzen Hosen, mit Turnschuhen an den Füssen und unrasiert in den Stras­sen. Nur ein oranges Armband mit dem schwarzen Aufdruck «Police» verrät ihre Funktion. Die Polizistinnen stehen dem Protest ihrer männlichen Kollegen in nichts nach. In diesen Tagen brausen schon mal Polizeiautos an einem vorbei, in denen Beamtinnen mit tief ausgeschnittenen T-Shirts sitzen. Letzte Woche haben diverse Polizeiabteilungen die Arbeit zeitweise sogar ganz niedergelegt.

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