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Feuer frei – Start zur Bündner Jagd

Im Kanton Graubünden beginnt am Dienstag das grösste Halali der Schweiz. Die Jäger müssen auf der dreiwöchigen Hochjagd 4450 Hirsche erlegen.

Hirsch, Gämse, Murmeltier und Co. im Blick: Morgen geht die Bündner Hochjagd los.
Hirsch, Gämse, Murmeltier und Co. im Blick: Morgen geht die Bündner Hochjagd los.
Keystone

Rund 5500 Grünröcke gehen auf die Pirsch, darunter gut 100 Frauen. Die Zahl der Jägerinnen nahm laut Jagdinspektor Georg Brosi in den letzten Jahren ständig zu und überstieg 2005 erstmals die Hunderter-Grenze. Gejagt wird mit einwöchigem Unterbruch bis Sonntag, 28. September. Jagdfrei ist der Bettag.

Grosser Hirsch-Überschuss

4450 Hirsche oder 200 bis 300 mehr als in früheren Jahren müssen zu Regulierungszwecken mit der vorgeschriebenen, schweizweit einzigartig grosskalibrigen Munition von mindestens 10,2 Millimetern geschossen werden. Die Zählung im Frühjahr ergab über 14’000 Hirsche, so viele wie seit über zehn Jahren nicht mehr.

Zum Abschuss frei sind ausserdem Gämsen, Rehe, Murmeltiere, Füchse, Dachse sowie Wildschweine, für die keine Pläne mit festgelegten Abschusszahlen erstellt werden. Etwas geschont werden die Gämsen, weil die Gämsblindheit vor allem im westlichen Teil des Kantons zu teils grossen Verlusten führte.

Keine Bären im Kanton

Keine Veranlassung sah das kantonale Amt für Jagd und Fischerei dieses Jahr, Jägern und Jägerinnen ein spezielles Merkblatt mit Verhaltensregel für Begegnungen mit Bären abzugeben. Von den im Juni 2007 aus Norditalien eingewanderten zwei Braunbären lebt keiner mehr im Kanton.

Problembär «JJ3» wurde Mitte April von einem Wildhüter erschossen, weil sich das Tier nicht hatte aus bewohnten Siedlungen vertreiben lassen. Dessen Halbbruder «MJ4» hält sich seit Juni nicht mehr in Graubünden auf. Er verzog sich in die norditalienische Provinz Bozen.

SDA/cpm

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