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Fahrlässigkeit kann praktisch ausgeschlossen werden

Ein Polizist hat in Freiburg einen flüchtenden Autodieb erschossen. Nun wird wegen Tötung gegen ihn ermittelt. Was hat er zu befürchten?

Auf dieses Auto hat der Waadtländer Polizist geschossen. Der Beifahrer wurde dabei tödlich getroffen.
Auf dieses Auto hat der Waadtländer Polizist geschossen. Der Beifahrer wurde dabei tödlich getroffen.
Keystone

Es hört sich an wie eine Szene aus einem Actionfilm. Sonntagnacht. Morgens um 3 Uhr rasen zwei Autodiebe in hohem Tempo auf eine Polizeisperre zu. Ein Polizist feuert mehrere Schüsse ab. Der Beifahrer wird dabei tödlich verletzt.

Der Fall wirft mehrere Fragen auf. Die Faktenlage ist noch nicht näher bekannt. Heute Nachmittag findet in Granges-Paccot eine Pressekonferenz statt. Dem Polizisten wird vorsätzliche oder fahrlässige Tötung vorgeworfen. Blosse Fahrlässigkeit kann jedoch praktisch ausgeschlossen werden. «Wer auf die Frontscheibe eines noch dazu rasenden Fahrzeugs schiesst, nimmt die Tötung der Insassen in Kauf, weshalb einzig eine Vorsatztat in Frage kommt», sagt David Gibor, Zürcher Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Strafrecht. Der Polizist konnte Fahrer und Beifahrer nur in den Kopf oder den Brustkorb treffen, wobei beides eine akute Lebensgefahr bedeuten würde.

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