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Schweizer kassiert bedingte Geldstrafe für Syrien-Einsatz

Die Richter in Bellinzona haben den Ex-Soldaten Johan Cosar für seinen Kampfeinsatz bei einer Christen-Miliz verurteilt.

Johan Cosar (zweiter von rechts) mit anderen Kämpfern der Assyrer-Miliz in einer zerstörten Kirche in Syrien. Bild: Christophe Petit Tesson/Keystone
Johan Cosar (zweiter von rechts) mit anderen Kämpfern der Assyrer-Miliz in einer zerstörten Kirche in Syrien. Bild: Christophe Petit Tesson/Keystone

Der ehemalige Wachtmeister Johan Cosar ist für seinen Einsatz bei einer Christen-Miliz in Syrien mit einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen bestraft worden. Vom Vorwurf der Rekrutierung für eine fremde Armee sprach ihn das Militärgericht in Bellinzona frei.

Sein mitangeklagter Cousin wurde in diesen Punkten und von allen Vorwürfen freigesprochen. Cosar wurde in St. Gallen geboren und wuchs in Locarno auf. Seine Eltern sind assyrischer Abstammung und damit Christen. Nach dem arabischen Frühling 2011 reiste Cosar nach Syrien, um sich dort vor Ort über die Situation seiner Familie zu informieren.

Ende 2012 kam die Terrormiliz IS immer näher an die christlichen Ortschaften im Norden Syriens heran. Zusammen mit weiteren Personen formierte Cosar deshalb die christliche Miliz Syriac Military Council (SMC), in der er von 2013 bis 2015 im Einsatz stand. Dies geschah ohne die Bewilligung des Bundesrats, was für einen legalen Kampfeinsatz eines Schweizer Soldaten im Ausland notwendig gewesen wäre.

SDA/oli

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