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EU-Bürger beziehen häufiger Sozialhilfe als Schweizer

Der Zürcher Stadtrat Martin Waser (SP) wirbt mit Zahlen für die Personenfreizügigkeit. Doch die Stadt Zürich ist ein Sonderfall: Wasers Wahrheit gilt nicht für das ganze Land.

Gesamtschweizerisch beziehen 2,9 Prozent der hiesigen EU- und Efta-Bürger Sozialhilfe: Portugiesischer Arbeiter in einem Obwaldner Natursteinwerk.
Gesamtschweizerisch beziehen 2,9 Prozent der hiesigen EU- und Efta-Bürger Sozialhilfe: Portugiesischer Arbeiter in einem Obwaldner Natursteinwerk.
Gaëtan Bally, Keystone

Das Werk ist umfangreich geworden. 160 Seiten umfasst der Sozialbericht 2012 des Kantons Zürich, den das Bundesamt für Statistik im Auftrag des kantonalen Sozialamts erstellt hat. Ein «besonderes Augenmerk» verdienen gemäss dem Bericht die Ausländerinnen und Ausländer aus den EU- und Efta-Staaten, mit denen die Schweiz das Abkommen über die Personenfreizügigkeit abgeschlossen hat. In dieser Gruppe liegt die Sozialhilfequote mit 2,5 Prozent über jener der Schweizer (2,2). Ein Blick zurück zeigt zudem, dass die Quote bei den EU-Bürgern seit 2010 um jährlich 0,1 Prozentpunkte gestiegen, bei den Schweizern indes stabil geblieben ist. Ein ähnliches Fazit lässt sich für den Kanton Bern ziehen.

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