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«Es ist schwierig, mir etwas nachzuweisen»

Christoph Mörgeli hat sich erstmals zu den Spekulationen um seine Position bei der Universität Zürich geäussert. Das Verhältnis zu seinem Chef Flurin Condrau sei immer noch «neutral».

«Es geht hier nicht um Stolz»: Christoph Mörgeli im Interview mit «Schweiz Aktuell».
«Es geht hier nicht um Stolz»: Christoph Mörgeli im Interview mit «Schweiz Aktuell».
Screenshot SF

Der Zürcher SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli hat heute Montag zu den Querelen um seine Arbeit als Medizinhistoriker Stellung genommen. Er sei «erstaunt über die Kritik», sagte Mörgeli in der Sendung «Schweiz aktuell» des Schweizer Fernsehens.

Er wisse nicht, ob er entlassen werde. Er habe von diesem Umstand in den Zeitungen erfahren, so Mörgeli. Die Universitätsleitung habe ihn jedenfalls nicht kontaktiert. Er gehe immer noch davon aus, dass die Universität ein faires Verfahren durchführe, «das nicht durch den Druck der Medien oder Politik beeinflusst wird».

Ein «neutrales Verhältnis» mit Condrau

Das Medizinhistorische Museum der Universität Zürich, wo Mörgeli Konservator ist, sei zwar nicht das neueste, räumte Mörgeli ausserdem gegenüber der «Tagesschau» ein. Über die Kritik an seiner Arbeit ist er aber dennoch enttäuscht. Es gehe hier nicht um Stolz. Aber er habe 30 Bücher geschrieben und ebenso viele Ausstellungen kuratiert. Eines seiner Bücher soll sogar ins Chinesische übersetzt werden.

Mörgeli äusserte sich zudem zum Verhältnis mit seinem Chef, Professor Flurin Condrau, der sich in einem Bericht negativ über die Arbeit seines Angestellten äusserte. «Wir haben ein neutrales Verhältnis. Es ist nicht so, dass keine Kommunikation stattfindet.» Er sei immer zu Gesprächen bereit.

Es würde ihn überraschen, wenn er wegen der aktuellen Diskussionen seine Stellung an der Universität Zürich verlieren würde, so Mörgeli weiter: «Es ist schwierig, mir da etwas nachzuweisen.»

Druck verstärkt sich weiter

In die Schlagzeilen geriet Mörgeli am vergangenen Dienstag, als der «Tages-Anzeiger» publik machte, dass Mörgeli in der Kritik stehe. In einem internen Bericht soll demnach von veralteten Ausstellungen und mangelhaft gelagerten Präparaten die Rede sein.

Am Wochenende verstärkte sich der Druck auf Mörgeli – die Medien berichteten weiter über seinen Fall. Mörgelis Arbeitgeberin, die Universität Zürich, lässt dessen Leistung ausserordentlich beurteilen. Die SVP Kanton Zürich kritisierte ihrerseits die Universität. SVP-Präsident Toni Brunner sprach von Mobbing.

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