Zum Hauptinhalt springen

Es gibt keine bessere Werbung

Das Schweizer Berufsbildungssystem soll der EU zu tieferer Jugendarbeits­losigkeit verhelfen.

Die Nachricht hebt sich wohltuend von den Schlagzeilen des vergangenen Jahres ab. Europäische Länder kommen auf die Schweiz zu. Sie möchten die duale Berufsbildung übernehmen. Dieses schweizerische Erfolgsmodell soll der EU zu tieferer Jugendarbeits­losigkeit verhelfen: föderalistisch aufgebaute Berufsschulen, pragmatische und verlässliche Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und den Behörden, solides Handwerk statt akademischer Titel um jeden Preis.

Das ist eine grosse Chance für die Schweiz. Vom Export der Schweizer Berufslehre profitieren nicht nur die anderen Länder. Hiesige Berufsleute kämpfen im Ausland mit dem Problem, dass ihr Können unterschätzt wird, weil ihnen ein akademisch klingender Titel fehlt. Je bekannter das Schweizer Berufs­bildungssystem wird, desto beliebter werden auch dessen Absolventen sein – im In- und Ausland. So bleibt auch hierzulande der duale Weg für Talente ­attraktiv. Gleichzeitig kann die Schweiz selbstbewusst beweisen, dass sie ein solidarisches, offenes Land ist. Ein Beispiel: In Rumänien dürfte die Schweiz bald in jedem Schulzimmer präsent sein. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt möchte die Bildungsministerin flächendeckend das typisch schweizerische Fach ­Berufswahlorientierung einführen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.