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Eröffnung von Asylunterkunft verzögert sich

Eine zusätzliche Unterkunft für Asylsuchende im Kanton Zug kann nicht wie vorgesehen Anfang November eröffnet werden. Der Bund zeigt sich überrascht.

Bevor die Notunterkunft der Armee umgenutzt werden kann, ist ein kantonales Planungs- und Baubewilligungsverfahren nötig. Die Unterbringung von Asylsuchenden in einer Truppenunterkunft stelle eine Nutzungsänderung dar, teilte das Bundesamt für Migration (BFM) mit. Es habe unter Bundesrat Christoph Blocher (SVP) ein Abkommen gegeben, dass leerstehende Armeeanlagen als Notunterkünfte genutzt werden könnten, sagte BFM-Sprecher Roman Cantieni.

«Wir sind überrascht worden, dass es nun im Kanton Zug ein Baubewilligungsverfahren dazu braucht.» Abklärungen des BFM und des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hätten dies ergeben. Die Unterkunft auf dem Gubel bei Menzingen (ZG) hätte Platz für 100 Menschen bieten sollen. Wie lange das Baubewilligungsverfahren dauern werde, sei offen, sagte Cantieni. «Nun müssen wir halt umdisponieren und weitere Möglichkeiten prüfen.»

Kurzfristige Spitzen abfangen

Die Unterkunft in Menzingen sei als Reserve gedacht gewesen, um kurzfristige Spitzen abzufangen. Angesichts der vollbelegten Erstempfangszentren hat das BFM in den letzten Wochen Notunterkünfte in Basel, Chiasso und Kreuzlingen mit insgesamt mehreren Hundert Plätzen eröffnet. Diese sind gemäss Cantieni gegenwärtig zur Hälfte belegt. Es gebe also noch Plätze.

Sprunghafter Anstieg der Asylgesuche

Seit einigen Monaten suchen wieder mehr Asylbewerber Schutz in der Schweiz. In den ersten neun Monaten dieses Jahres ist die Zahl der Gesuche sprunghaft angestiegen: Gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr wurden rund ein Viertel mehr Gesuche gestellt. Deshalb sind Bundesamt für Migration und die Kantone gefordert.

SDA/vin

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