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Erneut mehr HIV-Ansteckungen

Das Bundesamt für Gesundheit erwartet im laufenden Jahr rund 800 HIV-Neudiagnosen. Die Entwicklung ist vor allem auf eine Zunahme bei den Männern zurückzuführen.

Immer mehr zeichnet sich ab, dass die Zahl der HIV-Neuinfektionen dieses Jahr ansteigen wird. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erwartet rund 800 Neudiagnosen. 2007 waren es noch deren 768 gewesen. Schon im Juli hatte das BAG einen Anstieg in dieser Grössenordnung prognostiziert. Damit würde sich der Trend der letzten Jahre fortsetzen: Waren 2005 noch 722 HIV-Neuinfektionen verzeichnet worden, so stieg diese Zahl bereits 2006 auf 762 an.

Es sind vor allem Schweizer Männer - hetero- wie homosexuelle -, die zum Anstieg der HIV-Neuinfektionen beigetragen haben, wie das BAG in seinem neusten Bulletin mitteilte. Die Zunahme der Neudiagnosen sei bei Schweizer Männern, die mit Männern Sex haben, unverändert weitergegangen. Abgenommen hätten die HIV-Infektionen dagegen bei bi- oder homosexuellen Männern aus europäischen Ländern.

Weiter konstatiert das BAG, dass sich bei heterosexuellen Schweizerinnen und Schweizern das Geschlechterverhältnis der Übertragungen stark verschoben hat. 2002 seien es noch 48 Prozent Männer und 52 Prozent Frauen gewesen. In diesem Jahr rechnet das BAG mit 73 Prozent Männern und 27 Prozent Frauen.

Anstieg bei heterosexuellen Schweizern

Dass Schwule in den letzten Jahren weniger geschützten Geschlechtsverkehr haben, ist bekannt. Neu ist dagegen der Anstieg bei heterosexuellen Schweizern. Das BAG will dem auf den Grund gehen und die HIV-Ergänzungsmeldungen der Ärzte analysieren.

Ein anderes Bild zeigt sich laut BAG bei den Frauen: Bei den Schweizerinnen sei die Zahl der Neuinfektionen auf dem tiefen Niveau des Vorjahres stabil. Erfreulich sei auch, dass die Neudiagnosen bei Männern und Frauen aus Subsahara-Afrika weiter abnähmen.

SDA/vin

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