Eritreer legen Beschwerde gegen SRF ein

«Verzerrtes, beschönigendes Bild»: Der Eritreische Medienbund Schweiz ärgert sich über einen SRF-Beitrag.

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Ein SRF-Reporter hat Toni Locher in Eritrea begleitet. Denn: «Keiner kennt das Land besser» als der Frauenarzt aus Wettingen. Mit der Kamera begleitet besucht Locher Familien und Spitäler und erzählt von «vielen Veränderungen und Fortschritten».

Aus Eritrea sind 30'000 Menschen in die Schweiz geflüchtet – für Locher unverständlich. «Es gibt keine an Leib und Leben bedrohte junge Menschen in Eritrea», sagt er in der Sendung «Einer gegen Alle», die am 3. Dezember ausgestrahlt wurde.

«Aussagen werden unkommentiert stehen gelassen»

Jetzt meldet sich der Eritreische Medienbund Schweiz zu Wort. «Die Sendung zeigte unserer Meinung nach ein verzerrtes, beschönigendes Bild der politischen Situation in Eritrea», heisst es in einem Mail an die Medien.

Zudem wird bemängelt, dass «Kommentare von Toni Locher als Fakt präsentiert und unkommentiert stehen gelassen» werden. Nach Meinung des Eritreischen Medienbunds verstösst der Beitrag gegen das Sachgerechtigkeitsgebot. Eine Beschwerde wird heute bei der Ombudsstelle der SRG gegen das SRF eingereicht.

Wie es auf Anfrage von SRF heisst, ist bisher noch keine Beanstandung eingetroffen. (Stand: 12 Uhr)

woz

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