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Wie Parlamentarier auf das Anti-Erdogan-Plakat reagieren

Nicht nur beim türkischen Präsidenten kommt die Plakat-Aktion in Bern schlecht an.

«Bringt Erdogan mit seinen Waffen um!»: Das Plakat passt der Regierung in Ankara nicht in den Kram. (25. März 2017)
«Bringt Erdogan mit seinen Waffen um!»: Das Plakat passt der Regierung in Ankara nicht in den Kram. (25. März 2017)
Peter Klaunzer, Keystone
Attackiert die Schweiz wegen Plakat: Der türkische Präsident Erdogan bei einer Rede in Istanbul. (27. März 2017)
Attackiert die Schweiz wegen Plakat: Der türkische Präsident Erdogan bei einer Rede in Istanbul. (27. März 2017)
Yasin Bulbul/AP, Keystone
Nicht alle Plakate oder Fahnen sind nur friedlich gemeint.
Nicht alle Plakate oder Fahnen sind nur friedlich gemeint.
Peter Klaunzer, Keystone
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Die Eskalation um ein Transparent an einer Demonstration in Bern gibt bei Schweizer Parlamentariern zu reden. Sibel Arslan, Grünen-Nationalrätin und Co-Präsidentin der Gruppe für die Beziehungen zum kurdischen Volk, hielt am Anlass eine Rede. Zum Plakat, das eine auf Erdogan gerichtete Pistole zeigt, sagt sie zu 20 Minuten: «Das Transparent war unsinnig. Die Veranstaltung stand im Zeichen von Frieden und Demokratie.»

Mehrere Tausend Personen versammelten sich in Bern zu einer Kundgebung für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat in der Türkei (Video: Tamedia)

Bereits im Vorfeld habe das Organisationskomitee mit der für das Transparent verantwortlichen Gruppe, der linksautonomen Antifa, das Gespräch gesucht und ihnen gesagt, dass man eine Demonstration «ohne Provokationen» wolle. «Es ist schade, dass es trotzdem passiert ist», sagt die Politikerin mit türkischen Wurzeln.

«Eine Katastrophe»

Aber nicht nur die Transparent-Aktion bedauert Arslan: «Es trägt nicht zu einer deeskalierenden Haltung bei, wenn die türkische Regierung nun behauptet, das Plakat habe im Schweizer Parlament gehangen.» Das war nicht der Fall.

Auch Roland Rino Büchel, SVP-Nationalrat und Präsident der Aussenpolitischen Kommission, sagt: «Das Plakat ist geschmacklos und eine Katastrophe. Keine Frage.» Dass Erdogan daraus gleich eine Staatsaffäre mache und den Botschafter zitiere, sei jedoch fragwürdig: «Vor wenigen Tagen hat er noch die Meinungsäusserungsfreiheit in Europa eingefordert. Selbst ist er aber sehr dünnhäutig, wie er schon des Öfteren bewiesen hat.»

Übernommen von 20 Minuten, bearbeitet von Redaktion Tamedia.

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