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«Erdogan erklärt die Hexenjagd zur Chefsache»

Cebrail Terlemez vertritt die Gülen-Bewegung in der Schweiz. Er sagt, die Organisation werde ihre Aktivitäten fortsetzen, obwohl sie auch hier bedroht sei. Sie sei weder eine Sekte noch eine politische Bewegung.

Die Schweizer Politiker seien nun gefordert, sagt Cebrail Terlemez. Foto: Sabina Bobst
Die Schweizer Politiker seien nun gefordert, sagt Cebrail Terlemez. Foto: Sabina Bobst

Sind die Anhänger des Predigers Fetullah Gülen in der Schweiz gefährdet? Fühlen Sie sich bedroht?

Ich fühle mich bedroht durch die radikalen Ableger der AKP, durch Erdogan-Anhänger, die sich in letzter Zeit stark radikalisiert haben. Auch habe ich Freunde in der Türkei, die um ihr Leben fürchten. Erdogan geht dort sehr brutal gegen sie vor. Ich nehme all die Drohungen sehr ernst, vor allem auch jene in den sozialen Medien. Dort wird von «Säuberungen» gesprochen, von «Hexenjagd» und «Ausmerzung». Erdogan hat das Wort «Virus» verwendet, das man an der Wurzel bekämpfen müsse. Diese Wortwahl wird auch in der Schweiz benutzt. Ich hoffe sehr, dass die in Deutschland und Belgien angewandte Gewalt nicht auf die Schweiz überspringt.

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