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Ensi präsentiert «Aktionsplan Fukushima 2013»

Die Folgen von Fukushima: Die Atomaufsichtsbehörde will die Sicherheit der fünf AKW in der Schweiz dieses Jahr weiter verbessern – und setzt dabei neun Schwerpunkte.

Abschaltung vor Ablauf der Betriebszeit? Atomkraftwerk Gösgen (Archivbild).
Abschaltung vor Ablauf der Betriebszeit? Atomkraftwerk Gösgen (Archivbild).
Keystone
Die Kernkraftwerke Beznau I und II sind seit 1969 respektive 1972 in Betrieb (Druckwasserreaktoren, Leistung von je 365 Megawatt). Da AKW eine Lebensdauer von 45 bis 50 Jahren haben, müssen die Beznau-Werke etwa ab 2014, spätestens aber 2019 abgeschaltet werden.
Die Kernkraftwerke Beznau I und II sind seit 1969 respektive 1972 in Betrieb (Druckwasserreaktoren, Leistung von je 365 Megawatt). Da AKW eine Lebensdauer von 45 bis 50 Jahren haben, müssen die Beznau-Werke etwa ab 2014, spätestens aber 2019 abgeschaltet werden.
Keystone
Das Atomkraftwerk Leibstadt ist seit 1984 in Betrieb (Siedewasserreaktor, Leistung von 1165 Megawatt). Die fünf Kraftwerke in der Schweiz produzieren rund 40 Prozent des Schweizer Stroms.
Das Atomkraftwerk Leibstadt ist seit 1984 in Betrieb (Siedewasserreaktor, Leistung von 1165 Megawatt). Die fünf Kraftwerke in der Schweiz produzieren rund 40 Prozent des Schweizer Stroms.
Keystone
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Die Schweizer Atomaufsichtsbehörde Ensi hat den zweiten Aktionsplan zu den Erkenntnissen aus der AKW-Katastrophe im japanischen Fukushima vorlegt. Das Ensi will 2013 neun Schwerpunktthemen wie die Erhöhung der Sicherheitsmargen und das Notfallmanagement bearbeiten. Mit dem «Aktionsplan Fukushima 2013» werde die Aufarbeitung der Reaktorkatastrophe fortgesetzt, teilte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspekorat (Ensi) mit.

Einen Schwerpunkt setzt das Ensi bei der Erhöhung der Sicherheitsmargen bei auslegungsüberschreitenden Störfällen in den fünf Schweizer Atomkraftwerken. Man wolle die Sicherheit der Bevölkerung und der Umwelt weiter verbessern, wird Georg Schwarz, Leiter des Ensi-Aufsichtsbereiches Kernkraftwerke, zitiert.

Gemäss der Aufsichtsbehörde sollen aufgrund von Analysen diejenigen Bereiche identifiziert werden, wo Nachrüstungen unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Angemessenheit am meisten zu einer weiteren Verminderung der Gefährdung beitragen können.

Weitere Themen des diesjährigen Aktionsplanes sind die Integrität der Atomreaktor-Containments, der Erdbebenschutz und das Wasserstoffmanagement.

Schadstoffausbreitung in Aare und Rhein

Das Ensi nimmt sich auch dem Notfallmanagement an. Dabei geht es um das Problem der Schadstoffausbreitung in Fliessgewässern. Nach dem Reaktorunglück in Fukushima waren grosse Mengen an radioaktiv kontaminiertem Wasser ins Meer geflossen.

Das Ensi will nach eigenen Angaben von den Schweizer AKW-Betreibern eine Untersuchung fordern. Die Betreiber sollen zeigen, in welchen Fällen mit grossen Mengen an radioaktiv kontaminiertem Wasser in ihrem Werk zu rechnen ist, auf welchen Wegen diese in die Umgebung gelangen können und mit welchen Methoden sie zurückgehalten oder minimiert werden können.

Zur Situation in der Schweiz für den Fall der Abgabe grosser Mengen Radioaktivität in die Flüsse Aare und Rhein erarbeitete die Atomaufsichtsbehörde im vergangenen Jahr einen Bericht. Die betroffenen Bundesstellen und Kantone können derzeit zum Bericht Stellung nehmen.

SDA/bru

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