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Endlich!

Die Erlösung ist da, für alle. Nie macht Politik so viel Freude wie an einem Wahlsonntag.

MeinungVon Philipp Loser
So ein Tag, so wunderschön wie heute: Wählerin in Sion.
So ein Tag, so wunderschön wie heute: Wählerin in Sion.
Keystone

Endlich. Endlich! Würde man diesen Text im Radio verlesen, er würde mit einem erleichterten Schnaufer beginnen. Uff. Geschafft. Es war ein anstrengender Wahlkampf, für alle Beteiligten. Politiker sagen öffentlich gerne das Gegenteil, aber in Wahrheit mag niemand Wahlkampf. Es gibt Angenehmeres, als in klirrender Kälte in aller Herrgottsfrühe Gipfeli an missmutige Pendler zu verteilen (und unter Umständen dafür noch angepflaumt zu werden). Es gibt Inspirierenderes als das fünfte, das zehnte, das fünfzehnte Wahlpodium mit den gleichen Köpfen, den gleichen alten Ideen und den immer gleichen Podiumsbesuchern, die nur so tun, als ob sie eine Frage stellen möchten und stattdessen gerne etwas Grundsätzliches zum Lauf der Welt erzählen. Und dann immer diese Angst, einen Fehler zu machen. Die falschen Anlässe zu besuchen, die richtigen zu verpassen. Jede Entscheidung von Angst diktiert, der Angst vor der Strafe, der ultimativen Strafe: Abwahl.

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