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Einheitskassen-Initiative wohl chancenlos

Nur noch 38 Prozent sind laut der zweiten SRG-Umfrage für einen Systemwechsel bei den Krankenkassen. Es zeichnet sich aber ein Röstigraben ab.

Das Schweizer Stimmvolk lehnt laut der zweiten SRG-Befragung die Volksinitiative «Für eine öffentliche Krankenkasse» klar ab. Wäre am 9. September abgestimmt worden, hätten 38 Prozent der Befragten bestimmt oder eher dafür votiert und 54 Prozent bestimmt oder eher dagegen. 8 Prozent der Teilnahmewilligen waren noch unentschlossen.

Bei der ersten Umfrage lag der Nein-Anteil noch bei 51 Prozent. Inzwischen haben sich vor allem CVP-Anhänger und die Parteiungebunden klar zur Gegnerschaft gesellt. Allgemein sind wie bei anderen sozialpolitischen Vorlagen Linke dafür und Rechte dagegen.

Ein Ja in der Romandie

Es zeichnet sich weiter ein Röstigraben ab: Mit je 51 Prozent Ja knapp für die Vorlage seien die Stimmbürger in der Romandie und im Tessin. Klar dagegen mit einem Nein-Anteil von 61 Prozent jene in der Deutschschweiz. Die Stimmbeteiligung dürfte am 28. September bei 45 Prozent liegen.

Die Umfrage, die das Forschungsinstitut GFS im Auftrag der SRG durchgeführt hatte, basiert auf einer repräsentativen Befragung von 1421 Stimmberechtigten in den drei Sprachregionen. Sie wurde zwischen dem 6. und dem 13. September durchgeführt. Der statistische Fehlerbereich wird mit plus/minus 2,7 Prozent angegeben.

Unsicherheit bei der Mehrwertsteuer-Initiative

Bei der Mehrwertsteuer-Initiative von GastroSuisse zeichnet sich neu ein Nein ab. Gegen oder eher gegen die Gastro-Initiative würden sich derzeit 46 Prozent der Befragten entscheiden - das sind 12 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Umfrage. Das Lager der Befürworter blieb aber mit 41 Prozent stabil, was untypisch ist für die Meinungsbildung während eines Abstimmungskampfes.

Bei der ersten Umfrage vor fünf Wochen waren die Meinungen zur Gastro-Initiative noch nicht gemacht. Auch bei der zweiten Umfrage knapp drei Wochen vor der Abstimmung waren noch 13 Prozent der Teilnahmewilligen unentschieden.

Die Meinungsbildung zur Mehrwertsteuer-Initiative sei als tief bis mittel einzustufen, schreibt GFS. Eine Ablehnung der Vorlage sei wahrscheinlich, aber nicht sicher. Überraschungen seien nicht ausgeschlossen.

SDA/ldc

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