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Einer der grössten Drogenhandelsfälle der Schweiz kommt erneut vor Gericht

2008 wurden zwei Brüder aus dem Kosovo wegen Drogenhandels verurteilt, ihr Vater wurde freigesprochen. Jetzt kommt der Fall nochmals vor den Richter.

Das Bundesstrafgericht muss sich nochmals mit einem der bisher grössten Drogenfälle der Schweiz befassen. Es hatte 2008 einen Kosovaren freigesprochen, seine zwei Söhne wurden verurteilt. Jetzt muss das Bundesstrafgericht beim Freispruch über die Bücher. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde der Bundesanwaltschaft teilweise gutgeheissen.

Das Bundesstrafgericht hatte einen Kosovaren im Herbst 2008 wegen Handels mit mehreren hundert Kilogramm Heroin und der Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Gegen seinen Bruder als Mitglied der Gruppe verhängte es zwei Jahre Freiheitsstrafe bedingt.

Den Vater sprach es frei. Auf mehrere Anklagepunkte, unter anderem wegen Geldwäscherei, war das Gericht nicht eingetreten. Das Bundesstrafgericht wird nun verpflichtet, seine Zuständigkeit zu prüfen.

Zuständigkeit vertieft prüfen

Abgewiesen haben die Richter in Lausanne die Beschwerden der Verurteilten gegen die bisher ergangenen Schuldsprüche. Berücksichtigt wurden aber deren Beschwerden gegen die Einziehung von Liegenschaften im Kosovo. Bevor dieser Schritt vollzogen werden darf, muss noch die ausdrückliche Zustimmung der kosovarischen Behörden eingeholt werden.

Die Bande hatte ab Mitte der Neunzigerjahre vom Kosovo aus den westeuropäischen Heroinmarkt versorgt. Der Clan hatte mit dem Drogenhandel Millionenumsätze erzielt. 1400 Kilogramm Heroin im Wert von 25 Millionen Franken konnte die Polizei sicherstellen, unter anderem auch in der Schweiz.

SDA/oku

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