So gehen unsere Nachbarn mit ihren öffentlichen Medien um

Unsere Korrespondenten über die Hassliebe zu BBC, ARD, ORF und RAI.

29'000 Vollzeit-Arbeitskräfte sowie etwa 2500 «variable» Mitarbeiter: Das Hauptquartier der BBC in London. (Symbol)

29'000 Vollzeit-Arbeitskräfte sowie etwa 2500 «variable» Mitarbeiter: Das Hauptquartier der BBC in London. (Symbol)

(Bild: Keystone Will Oliver)

Grossbritannien
Die «Beeb», das populäre Juwel

Die BBC, die 1922 gegründete British Broadcasting Corporation, ist die älteste öffentliche Rundfunkanstalt der Erde. Obwohl in den letzten Jahren Tausende von Jobs gestrichen worden sind, beschäftigt das Medienhaus noch immer rund 29'000 Vollzeit-Arbeitskräfte sowie etwa 2500 «variable» Mitarbeiter. Finanziert wird die BBC hauptsächlich durch eine Gebühr, die jeder fernsehende Haushalt, jede Firma und jede Organisation im Lande bezahlen muss. Diese Gebühr wird von der Regierung festgesetzt und vom Parlament beschlossen. In Umfragen zeigt sich immer wieder ein gewisser Unmut über die Gebührenlast. 2017 musste diese Frage sogar im Parlament diskutiert werden, nachdem eine Petition zur Abschaffung der Gebühren mehr als 100'000-mal unterschrieben wurde. Auch viele konservative Abgeordnete neigen dazu, die Gebühren reduzieren oder sogar abschaffen zu wollen. Die Regierung hat der Anstalt aber einen «Burgfrieden» bis 2020 zugesichert. Generell schätzt die Bevölkerung aber die BBC mit ihrem reichhaltigen Angebot. Neben dem staatlichen Gesundheitswesen, dem NHS, wird die «Beeb» als das zweite populäre Juwel der Nation betrachtet. Auch ihre politische Neutralität hat sie sich, durch viele Krisen hindurch, im Grossen und Ganzen erhalten.

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