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Ein Pferdenarr im Zwielicht

Der verhaftete Financier und Ex-Rennreiter Martin Gloor liess sich mit grossen Versprechen zum Präsidenten des Rennvereins Zürich machen. Seine Pläne warfen rasch Fragen auf, und sein Auftreten weckte Misstrauen.

Mit einem Coup setzte sich Martin Gloor im letzten März an die Spitze des traditionsreichen Rennvereins Zürich (RVZ). An der Generalversammlung im Zunfthaus zur Saffran am Zürcher Limmatquai hätte eigentlich der damalige Vize Marc Hunziker zum neuen Präsidenten gewählt werden sollen. Sozusagen in letzter Minute machte er dem angeblichen «Visionär» Gloor Platz, der Ende 2010 versprochen hatte, rund 20 Millionen Franken in eine neue Rennbahn zu investieren. Der Investor und CEO einer Private-Equity-Firma, den die meisten Anwesenden gar nicht kannten, hatte sich mit einem besonderem Geschenk empfohlen: «Falls ich zum Präsidenten gewählt werde, schenke ich dem RVZ 1,5 Millionen Franken.» 1,5 Millionen Franken– so hoch waren die Schulden des stolzen Rennvereins. Nach einer emotionalen Debatte wählte die Generalversammlung Gloor zum Präsidenten – obwohl er nicht alle Zweifel über seine Motive und die finanziellen Hintergründe ausräumen konnte.

Versprochenes Geld angeblich nicht bezahlt

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