Ein Orden für die härtesten Littering-Gegner

Städte, Gemeinden und Schulen, die sich gegen Littering einsetzen, werden künftig mit einem Label gekennzeichnet.

Jugendliche auf der Wiese am Zürichhorn beim Chinagarten in Zürich. (Archiv)

Jugendliche auf der Wiese am Zürichhorn beim Chinagarten in Zürich. (Archiv)

(Bild: Keystone Alessandro Della Bella)

Öffentliche Institutionen, die sich den Kampf gegen achtlos weggeworfenen oder liegengelassenen Abfall auf die Fahne geschrieben haben, können ihr Engagement künftig mit einem No-Littering-Label dokumentieren. Lanciert hat dieses die Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU).

Vergeben wird das Label, das heute in Basel den Medien präsentiert wurde, nach Angaben der IGSU ausschliesslich an Gemeinden, Städte und Schulen, die Littering aktiv und mit gezielten Massnahmen bekämpfen. Wie sie das tun, ist den Institutionen freigestellt.

Jährliches Leistungsversprechen

Um das Label zu erhalten, muss sich eine Kommune oder Schule zu einem Anforderungskatalog bekennen und ein Leistungsversprechen abgeben. Dieses muss jährlich erneuert werden. Verliehen wird das Label kostenlos. Der administrative Aufwand sei für Interessierte gering, hält die IGSU fest.

Gemeinden und Schulen gegen Littering: So sehen die Marken aus. (Bild: igsu.ch)

Von ihrer jüngsten Massnahme verspricht sich die IGSU eine Sensibilisierung der Bevölkerung. Das Label soll zeigen, dass Städte, Gemeinden und Schulen in ihrem Verantwortungsbereich Littering nicht akzeptieren. Gleichzeitig wird das Label als Anerkennung für ein Engagement verstanden, dass in der Öffentlichkeit zu wenig wahrgenommen und gewürdigt werde.

Hohe Kosten für Beseitigung von Abfällen

Eine Studie des Bundesamts für Bundesamts für Umwelt Bafu von 2012 hatte ergeben, dass Littering in der Schweiz pro Jahr Kosten von rund 200 Millionen Franken verursacht. Davon entfallen 150 Millionen auf die Kommunen und 50 Millionen auf den öffentlichen Verkehr.

Bisher wurde das Label bisher an zehn besonders sauberkeitsbewusste Gemeinden und Städte sowie an drei Schulen verliehen. Unterstützt wird die jüngste Massnahme der seit 2007 bestehenden IGSU auch vom Bundesamt für Umwelt und von der Organisation Kommunale Infrastuktur OKI.

Während die IGSU mit ihren Projekten – dazu zählen neben Raumpatenschaften auch der 2013 erstmals durchgeführte nationale Clean-UP-Day – auf Freiwilligkeit setzt, sollen Abfallsünder bald landesweit mit einer Ordnungsbusse bestraft werden können: Für Littering sieht der Bundesrat 200 Franken vor.

nag/sda

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