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Ein Buchstabe wird zum Politikum

SP-Politiker wollen die «Verwestlichung» von osteuropäischen Namen in Schweizer Registern rückgängig machen. Secondos sagen, sie würden ihren Pass sogleich anpassen.

Robert Matešic müsste den Namen ändern, um Schweizer zu werden. Foto: 13 Photo
Robert Matešic müsste den Namen ändern, um Schweizer zu werden. Foto: 13 Photo

Wie tippt man auf einer Schweizer Tastatur eigentlich ein ć? Das dürfte dieses Wochenende manch einer gerätselt haben. Das «Magazin» erzählte am Samstag die Geschichte von Robert Matešić, einem Arzt mit Wurzeln in Kroatien, der sich in der Schweiz einbürgern lassen wollte. Beim Kontakt mit dem Zürcher Zivilstandsamt realisierte Matešić, dass er seinen Namen würde ändern müssen, wenn er den Schweizer Pass beantragen wollte: Das Schweizer Zivilstandsregister berücksichtigt keine osteuropäischen Sonderzeichen wie das ć. Nach Schätzungen wurden deshalb in der Schweiz in den letzten 25 Jahren die Namen von über 100'000 Osteuropäern bei der Einbürgerung «verwestlicht». Mit westeuropäischen Sonderzeichen wie dem spanischen ó oder dem skandinavischen ø hat das Schweizer System dagegen keine Probleme.

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