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«Diese Initiative ist populistisch»

Der Nationalrat hat sich heute für die Pädophilen-Initiative ausgesprochen. Peter Zimmermann, wegen Unzucht mit Kindern verurteilt, kritisiert im Interview das Volksbegehren.

Unterschriftensammlung: Vor knapp zwei Jahren reichten Aktivistinnen des Vereins Marche Blanche Unterschriften für die Pädophilen-Initiative in Bern ein. (20.4.2011)
Unterschriftensammlung: Vor knapp zwei Jahren reichten Aktivistinnen des Vereins Marche Blanche Unterschriften für die Pädophilen-Initiative in Bern ein. (20.4.2011)
Alessandro della Valle, Keystone

Herr Zimmermann, der Nationalrat hat sich heute für die Pädophilen-Initiative ausgesprochen, wonach ein Berufsverbot für Pädophile eingeführt werden soll. Sie selber wären davon betroffen. Wie stehen Sie zu dieser Volksinitiative? Ein Privatdozent der Universität Zürich, ein Forensiker, hat mich begutachtet und ein psychiatrisches Gutachten erstellt, er hat mich als nicht pädophil eingestuft. Ohne jetzt etwas zu beschönigen: Ich wurde wegen Unzucht zu Kindern verurteilt, weil einige darunter waren, die noch nicht sechzehn Jahre alt waren. Zudem gehen meine Verurteilungen auf die Zeit vor 1992, also vor der Einführung des neuen Sexualstrafrechtes zurück. Und weil ich damals mit Strichern im Bett war, wurde ich wegen «widernatürlicher Unzucht» verurteilt.

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