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Die Unschärfen der Prognostiker

Die SVP hätte gemäss Wahlprognosen weiter zulegen, die FDP einen Viertel ihrer Sitze verlieren müssen. Beides ist nicht eingetreten. Wieso haben sich die Politologen geirrt?

«Die grösste Abweichung besteht im Kanton Aargau»: Michael Hermann.
«Die grösste Abweichung besteht im Kanton Aargau»: Michael Hermann.
Keystone

Eine FDP, die nicht völlig eingebrochen ist, eine SVP die massiv Federn lassen musste: Die Wahlen kamen teilweise anders heraus, als man dies aufgrund von Prognosen erwarten durfte. Dies gab FDP-Vizepräsident Vincenzo Pedrazzini und anderen Parteigrössen prompt Gelegenheit, auf den Wahlumfragen herumzuhacken. «Bei solchen Umfragen wird einer Partei ein Verlierer-Image verpasst. Danach hat man fast keine Chance mehr, dieses Image zu korrigieren, erklärte Pedrazzini am Sonntag gegenüber Redaktion Tamedia, nachdem feststand, dass die FDP nicht völlig einsackt. Auch SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli ist unzufrieden mit den Polit-Auguren. «Das ist doch Astrologie, was diese Politologen machen.» Anders sei es nicht zu erklären, dass man der SVP einen Zuwachs voraussagt, und dann trifft genau das Gegenteil ein.

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