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Prognose: Die SVP wird sechs Sitze im Nationalrat gewinnen

Der Rechtsrutsch im Nationalrat kommt dank Sitzgewinnen von SVP und FDP: So sieht die Prognose einer Wahlsimulation der «NZZ am Sonntag» aus.

Die SVP darf mit Sitzgewinnen im Nationalrat rechenn: Wahlplakate im Kanton Bern.
Die SVP darf mit Sitzgewinnen im Nationalrat rechenn: Wahlplakate im Kanton Bern.
Peter Schneider, Keystone

Das rechts-bürgerliche Tandem FDP-SVP wird die Nationalratswahlen am 18. Oktober gewinnen. Das vermuten nicht nur Experten aufgrund von Kantonalwahlen und Umfragen, auch eine Wahlsimulation der «NZZ am Sonntag» kommt zu diesem Schluss. Und der Sieg wird deutlich. Sechs zusätzliche Sitze für die SVP, vier für die FDP sagt die Zeitung voraus.

Wenn Rechts-bürgerlich gewinnt, muss zwangsläufig Mitte-links verlieren. Die SP mit drei und die CVP mit einem Sitzverlust kommen noch einigermassen glimpflich davon, düsterer sieht es für die Grünen und die Grünliberalen aus. Sie sollen gemäss Prognose vier (GLP) und fünf (GPS) Sitze verlieren. Es kommt also zu einem sehr deutlichen Rechtsrutsch im Parlament. Etwas gemildert wird der Verlust des linken Lagers durch einen angenommen Sitzgewinn von vier Plätzen für verschiedene Linksaussen-Bündnisse wie die Partei der Arbeit (PdA) oder die Alternative Liste (AL).

Kantonale Wahlen und Ausgangslagen berücksichtigt

Die Wahlsimulation, die die Forschungsstelle Sotomo für die «NZZ am Sonntag» durchgeführt hat, basiert zum einen auf nationalen Wählertrends, berücksichtigt aber auch kantonale Wahlergebnisse und regionalisierte Umfragedaten verstärkt. So fällt für die FDP zum Beispiel das sehr gute Wahlresultat der kantonalen Wahlen in Zürich im Frühjahr stark ins Gewicht. So können die Freisinnigen hier auf Kosten der Grünliberalen mit zwei Sitzgewinnen rechnen. Einen nationalen Trend könne man daraus aber nicht ablesen, schreibt die «NZZaS».

Wie stark die tatsächlichen Wähleranteile und Sitzgewinne respektive –verluste von der Prognose abweichen, hänge von vielen, nicht vorhersehbaren Faktoren ab. Bei diesen Wahlen falle aber zumindest der Unsicherheitsfaktor von neuen, aussichtsreichen Parteien weg, die es zuletzt mit der BDP oder den Grünliberalen gab.

Wie wirkt sich ein Rechtsrutsch auf Bundesratswahl aus?

Die Berechnung der «NZZaS» zeigt, dass nur geringe Verschiebungen der Wähleranteile starke Auswirkungen auf die Sitzverteilung haben können, je nachdem in welchen Kantonen sich die Anteile verschieben. Trifft die Prognose ungefähr zu, kommt es im Nationalrat mit dem deutlichen Rechtsrutsch also zur Umkehrung des Resultats von vor vier Jahren. Im Ständerat deutet laut «NZZaS» alles auf eine stabile Sitzverteilung hin.

Die grosse Frage, die sich nach den Wahlen stellt, lautet, wie sich die Sitzverteilung auf die Bundesratswahl im Dezember auswirken wird. Ein starkes rechts-bürgerliches Lager, könnte grossen Druck ausüben hinsichtlich einer Neuzusammensetzung der Regierung. Vor allem BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und CVP-Bundesrätin Doris Leuthard müssten wohl mit Angriffen auf ihre Sitze rechnen.

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