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Die seltsamen Methoden der Privatversicherungen

Privatversicherungen drohen Versicherten bei längerer Krankheit mit Taggeldentzug, wenn sie sich nicht bei der IV melden. Das Bundesamt für Sozialversicherungen spricht von einem ungeschickten Vorgehen.

Machen Druck bei Taggeldbezügern in der Romandie: Axa Winterthur (im Bild: Hauptsitz in Winterthur) und Helsana.
Machen Druck bei Taggeldbezügern in der Romandie: Axa Winterthur (im Bild: Hauptsitz in Winterthur) und Helsana.
Keystone

Mit der 5. IV-Revision wollten Bundesrat und Parlament verhindern, dass Menschen aufgrund von Krankheit oder Unfall aus dem Arbeitsprozess herausfallen. Seit dem 1. Januar 2008 können darum Betroffene, Arbeitgeber, aber auch die Krankentaggeldversicherer bei längeren gesundheitlich bedingten Absenzen die IV einschalten. Die Zahl der Neurenten ist seither drastisch gesunken. Allerdings zeigen sich aber auch ein paar Konstruktionsfehler.Redaktion Tamedia liegen Briefe der Axa Winterthur und der Helsana an Schwerkranke in der Romandie vor, denen sie mit dem Aussetzen der Taggeldzahlungen drohen, falls sich diese nicht sofort bei der IV melden. Beide Versicherungen stützen sich dabei auf interne Reglemente und Bestimmungen. Das kommt nicht gut an, weil die Betroffenen nebst der schweren Erkrankung auch noch mit finanziellen Problemen konfrontiert sind.

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