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«Die Schweiz war immer in der Defensive»

Seit 60 Jahren diskutiert die Schweiz über ihr Verhältnis zu Europa. Ein neues Buch zeigt Erfolge und Rückschläge auf. Herausgeber und Ex-Diplomat Max Schweizer sagt, was die Schweiz daraus lernen kann.

Max Schweizer arbeitete von 1980 bis 2012 als Diplomat im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).
Max Schweizer arbeitete von 1980 bis 2012 als Diplomat im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).
Wikimedia/Kilian J. Kessler
Die Bundesräte Arnold Koller (r.) und Adolf Ogi als Redner bei einer Veranstaltung zur Abstimmung über einen Beitritt der Schweiz zum EWR. Draussen demonstrieren gleichzeitig einige überzeugte Eidgenossen lautstark gegen den Beitritt.
Die Bundesräte Arnold Koller (r.) und Adolf Ogi als Redner bei einer Veranstaltung zur Abstimmung über einen Beitritt der Schweiz zum EWR. Draussen demonstrieren gleichzeitig einige überzeugte Eidgenossen lautstark gegen den Beitritt.
Keystone
Winston Churchill während seiner Rede auf dem Münsterhof in Zürich am 19. September 1946.
Winston Churchill während seiner Rede auf dem Münsterhof in Zürich am 19. September 1946.
Keystone/Photopress-Archiv
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Herr Schweizer, Ihr Buch bildet den europapolitischen Diskurs in der Schweiz in den letzten 60 Jahren ab. Wie beantworten Sie selbst die Frage im Buchtitel: Ist die Integration am Ende? Ich habe dabei drei Perspektiven: Als ehemaliger Diplomat sehe ich selbstverständlich, dass die wirtschaftliche Integration nicht «am Ende» ist. Mein Co-Herausgeber Dominique Ursprung und ich sprechen im Buchtitel die politische Integration an, die wieder einmal an einer Weggabelung steht. Als Hochschuldozent ist es mir wichtig, dass möglichst alle wichtigen Fakten dazu aufgezeigt werden. Und als Staatsbürger gibt es neben der Realpolitik meiner Meinung nach Grenzen, die wenn immer möglich nicht überschritten werden sollten.

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