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Die Schweiz rückt leicht nach rechts

SVP und FDP befinden sich im Aufwind: Die beiden Parteien konnten ihre Zustimmung gemäss einer aktuellen Umfrage ausbauen. Die SVP verzeichnet zudem zurzeit offenbar viele Beitritte.

Laut SVP klappt die Mobilisierung: Eine Frau geht mit ihrem Kind an Abstimmungs-Plakaten vorbei.
Laut SVP klappt die Mobilisierung: Eine Frau geht mit ihrem Kind an Abstimmungs-Plakaten vorbei.
Keystone

Die politische Rechte in der Schweiz legt zu . Dies besagt die neuste Wahlumfrage der «SonntagsZeitung». Nach einer Schwächephase gewinnt die SVP gegenüber März 2013 1,2 Prozentpunkte dazu. Mit einer Zustimmung von 25 Prozent liegt sie aber immer noch hinter ihrem Wahlergebnis von 2011, bei dem sie 26.6 Prozent erreicht hatte.

Anders die FDP. Sie übertrifft im aktuellen Politbarometer sogar ihr Wahlergebnis: Wusste die FDP 2011 noch 15,1 Prozent der Wählenden hinter sich, erreicht sie nun mit 15,2 Prozent einen um 0,1 Prozentpunkte höheren Wert.

Der Höhenflug der Mitte aus CVP, BDP und Grünliberalen ist hingegen gestoppt. Die CVP kommt derzeit auf 12,2 Prozent, die GLP auf 6,6 Prozent. Damit verlieren die beiden im Vergleich zur Umfrage von vor einem Jahr 0,7 beziehungsweise 0,9 Prozentpunkte. Die BDP kommt neu auf 6,0 Prozent, womit sich die Mittepartei gegenüber 2013 kaum verbessert hat (damals: 5,9 %). Durchmischt fällt das Resultat für die Linke aus. Die Zustimmung der SP wächst zwar gegenüber 2011 von 18,7 auf 19,4 Prozent. Dafür büsst die Grüne ein: deren Zustimmung geht von 8,4 auf 7,4 Prozent zurück.

SVP: «Mehrere hundert Neumitglieder»

«Die Mobilisierung klappt», sagt SVP-Parteichef Toni Brunner gegenüber der Zeitung. Offenbar habe der Abstimmungserfolg vom 9. Februar die SVP beflügelt, urteilt die Zeitung.

Seit der Annahme der SVP-Masseneinwanderungsinitiative habe seine Partei «mehrere hundert Neumitglieder» registrieren können, sagt denn auch Toni Brunner. Und die FDP ist wohl auch wieder für jene interessant, die sie in den letzten Jahren Richtung BDP und Grünliberale verlassen haben.

Unsere Themen Identität gesetzt

FDP-Chef Philipp Müller macht gemäss dem Bericht in der aktuellen «SonntagsZeitung» «Rückkehrtendenzen» aus der Mitte aus. Der Rechtsrutsch und die Schwäche von Mitte-Links könnten anhalten oder sich gar noch verstärken, so die Autoren. Denn die SVP habe sich schon in Stellung gebracht, um weiter Wähler zu mobilisieren: «Unsere Themen EU, Migration und nationale Identität sind gesetzt. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir noch zulegen können», lässt sich Toni Brunner zitieren.

Und auch das Wiedererstarken der FDP könnte von Dauer sein. Denn: Themen, mit welchen sich die Mitte-Allianz erneut auf Kosten der FDP profilieren könnte, seien nicht in Sicht, urteilt die «SonntagsZeitung». Die Rettung der Bilateralen und die Wahrung der wirtschaftlichen Stabilität der Schweiz seien Dossiers, in denen eher der Freisinn punkten könne.

Bundesratswahl im Visier

Mit der aktuellen Trendwende rücken die Bundesratswahlen ins Visier. Bislang schien der zweite Mitte-Sitz von BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf kaum ernsthaft in Gefahr. Offen war nur, ob die FDP ihre beiden Sitze behalten kann oder ob sie einen davon an die SVP abgeben muss. Jetzt aber ist für Toni Brunner das Ziel klar: «eine Mitte-Rechts-Regierung». Das hiesse: Je zwei Sitze für SVP und FDP, und die Mitteparteien müssten den Widmer-Schlumpf-Sitz abgeben.

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