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Die Schweiz, ein Sehnsuchtsland

Ein amerikanisches Forschungsinstitut hat zwei Jahre lang Menschen nach ihren Auswanderer-Träumen befragt. Das Ergebnis: Die Schweiz würde für ihre Verhältnisse überflutet.

Ruhe: Wanderer geniessen das Berner Oberland im Juli 2010.
Ruhe: Wanderer geniessen das Berner Oberland im Juli 2010.

Etwa zehn Millionen Erwachsene weltweit würden in die Schweiz auswandern, wenn sie könnten. Dies ergab eine Hochrechnung des US-Meinungsforschungsinstitut Gallup. Gleichzeitig möchten nur 800'000 Menschen die Schweiz hinter sich lassen. Das Institut hat für die Studie 348'000 Personen über 15 Jahre in insgesamt 148 Staaten der Welt befragt. Die Umfrage lief über zwei Jahre.

Aus den Ergebnissen hat Gallup den Nettomigrationsindex berechnet: Er sagt aus, um welchen Prozentsatz sich die Bevölkerung verschiedener Staaten verändern würde, wenn auch tatsächlich alle potenziellen Auswanderer ihre Koffer packen würden.

Die Zahl der Erwachsenen hierzulande würde auf 15,2 Millionen anwachsen, gegenwärtig leben 6 Millionen Erwachsene in der Schweiz. Das ist ein Anstieg um 150 Prozent, die Bevölkerungszahl würde sich also mehr als verdoppeln. Nur vier Länder würden bei der weltweiten Umzugsaktion stärker wachsen: Singapur (plus 219 Prozent), Neuseeland (plus 184 Prozent), Saudiarabien (plus 176 Prozent) und Kanada (160 Prozent).

Am allermeisten wollen in die USA

Als kleines Land würde sich die Schweiz bereits bei geringen Zuwandererströmen stark verändern. In absoluten Zahlen jedoch führen die USA die Liste der Traum-Destinationen an: 146 Millionen Erwachsene würden gerne dorthin auswandern. Es folgen Kanada (46 Millionen), Grossbritannien (45 Millionen), Frankreich (45 Millionen), Spanien (35 Millionen), Saudiarabien (30 Millionen), Australien (25 Millionen) und Deutschland (25 Millionen).

In schwach entwickelten Ländern würde ein eigentlicher Exodus einsetzen: Sierra Leone (minus 56 Prozent) und Haiti (minus 51 Prozent) würden jeweils über die Hälfte ihrer Bevölkerung verlieren, gefolgt von Zimbabwe (minus 47 Prozent), Nigeria, Somalia, Äthiopien (jeweils minus 46 Prozent) sowie El Salvador und Liberia (je minus 45 Prozent).

SDA/oku

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