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Die nahen Fremden

Die Schweiz hatte enge Beziehungen zum sozialistischen Jugoslawien. Wie diese «Wahlverwandtschaft zweier Sonderfälle» entstand.

Eine kleine Pause in Genève-Cornavin: Jugoslawiens Staatschef Tito auf seiner Rückreise aus Frankreich im Mai 1956. Foto: Fond des Muzej Jugoslavije, Belgrad
Eine kleine Pause in Genève-Cornavin: Jugoslawiens Staatschef Tito auf seiner Rückreise aus Frankreich im Mai 1956. Foto: Fond des Muzej Jugoslavije, Belgrad

Der Jugo ist in der Schweiz «eigentlich fehl am Platz». Er gibt «manchmal Anlass zu Bedenken». Kosovo-Albaner und Jugos sind einfach «uuhuere aggressiv». Darüber herrscht häufig nicht nur am heiligen Stammtisch Einigkeit. Auch Umfragen und Medienberichte vermitteln dieses angebliche Grundgefühl vieler Schweizerinnen und Schweizer. Das Feindbild ist nicht neu. Schon 1973 wählte der Schweizer Botschafter in Belgrad drastische Worte, um vor Arbeitern aus dem Balkan zu warnen, die vom Baumeisterverband angeworben wurden. «Das Messer», so der Diplomat, «sitzt diesen Menschen noch leichter im Sack als einem Süditaliener.» Es handle sich schlicht um «primitive Elemente».

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