Zum Hauptinhalt springen

Die grossen Fragen ausgelassen

Die Weiterentwicklung der Armee bleibt eine Minireform, die in die richtige Richtung geht.

Nein, die grosse Armeereform ist es nicht, über die das Parlament berät. Abgesehen von der Bestandesreduktion auf 100'000 Mann, was angesichts der Bedrohungslage angebracht ist, sind keine einschneidenden Änderungen vorgesehen: Die Ausrüstung wird verbessert, Teile der Armee können rascher mobilisiert werden, WK dauern weiterhin drei Wochen, und Kader verdienen den Grad während einer ganzen Rekrutenschule ab. Das ist sinnvoll. Bei zweiwöchigen WK, wie es der Bundesrat wollte, bliebe zwischen Fassen und Abgabe des Materials zu wenig Zeit für Ausbildung und Anwendung. Und wer seinen Grad während einer ganzen RS abverdient, verfügt über mehr Führungserfahrung.

Die Krux dabei: Längere Dienstzeiten am Stück sind nicht wirtschaftsverträglich. In den zunehmend international geprägten Unternehmen fehlt das Verständnis für WK-bedingte Absenzen. Karrierebewusste junge Männer verzichten deshalb oft auf eine militärische Laufbahn. Damit gehen der Armee jedes Jahr fähige Kader verloren.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.