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Die Grippesaison hat begonnen

Die arktischen Temperaturen der letzten Wochen haben offenbar Spuren hinterlassen: Die Zahl der Grippefälle steigt weiter an. Für eine Impfung ist es noch nicht zu spät.

Der Stich gegen die Grippe: Bis der Impfschutz eintritt, dauert es laut BAG zehn bis vierzehn Tage.
Der Stich gegen die Grippe: Bis der Impfschutz eintritt, dauert es laut BAG zehn bis vierzehn Tage.
Keystone

Die saisonale Grippewelle rollt an. Darauf deuteten die Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) bereits letzte Woche hin. Die Anzahl der Grippeverdachtsfälle lag damals erstmals in diesem Winter über dem nationalen epidemischen Schwellenwert. In der letzten Woche ist diese Rate nochmals moderat gestiegen. Vor allem bei der Altersgruppe der 5- bis 14-Jährigen nahm die Anzahl der Erkrankungen gegenüber der Vorwoche deutlich zu.

Die Zahl der Grippefälle ist somit zwar gesamtschweizerisch erhöht. Weitverbreitet sind sie aber momentan nur in den Kantonen Graubünden und Tessin. Laut Mona Neidhart, Mediensprecherin beim BAG, besteht darum noch kein Grund zur Sorge: «Vor allem im Vergleich zu den Vorjahren bewegen sich die Zahlen bis jetzt auf einem eher tiefen Niveau.» Dass die Grippewelle aber kommen werde, sei absehbar.

Möglichst rasche Impfung empfiehlt sich

«Die Anzahl Grippefälle wird in den nächsten Wochen wohl weiter ansteigen», sagt Neidhart. Wenn der epidemische Schwellwert einmal überschritten sei, zeige die Kurve der Neuansteckungen meistens während mehrerer Wochen weiter nach oben. Wie stark die diesjährige Grippewelle sein werde und wie lange sie andauere, könne man nicht sagen.

Gerade den besonders gefährdeten Personen (siehe Link) rät das BAG grundsätzlich, sich möglichst zwischen Mitte Oktober und Mitte November gegen die Grippe impfen zu lassen. Diese Frist ist zwar schon längst verstrichen, für eine Impfung ist es laut Neidhart aber noch nicht zu spät. «Sie müsste allerdings möglichst rasch passieren, denn es dauert in der Regel zehn bis vierzehn Tage, bis der Impfschutz eintritt.» Wer sich impfen lasse, habe aber gute Chancen, dieses Jahr von der Grippe verschont zu bleiben. Laut BAG deckt der Impfstoff die bisher nachgewiesenen Erreger gut ab.

Wie man die Viren erfolgreich abwehrt

Die Kältewelle der letzten Wochen hat also offenbar Spuren hinterlassen, das Immunsystem vieler Schweizer ist geschwächt. Das beobachtet auch Megy Keller, Apothekerin und Geschäftsleitungsmitglied bei der Bahnhof-Apotheke im HB Zürich. Sie macht dies vor allem an den stark gestiegenen Verkäufen von Grippe- und Erkältungsmedikamenten fest. Diese hätten im Februar gegenüber dem Vorjahr um rund einen Drittel zugenommen. Ob es sich bei den Erkrankungen tatsächlich um die Grippe handle oder lediglich um eine schwere Erkältung, sei aber jeweils schwierig zu beurteilen (zum Unterschied siehe Kasten).

Auch Keller rechnet damit, dass die Anzahl der Erkrankungen in den nächsten Wochen weiter zunehmen wird. Allen, die sich bis jetzt erfolgreich gegen die Viren zur Wehr gesetzt haben, rät sie deshalb weiterhin zur Vorsicht. Ihre Tipps, um die Grippewelle unbeschadet zu überstehen: die Hände regelmässig waschen und desinfizieren, die Schleimhäute befeuchten – zum Beispiel mit Nasenspray –, auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Früchten und Gemüse achten und vor allem genug schlafen.

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