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Die Grenzen des Hooligan-Konkordats

Der Entscheid, den Cupfinal samt Fanmärschen in Bern durchzuführen, zeigt: Bei der Abstimmung über das Hooligan-Konkordat wurde der Bevölkerung zu viel versprochen.

«Schwarzer Tag für den Fussball»: Nach den Ausschreitungen beim letztjährigen Cupfinal versprach Sicherheitsinspektor Reto Nause, dass es keinen Fanmarsch mehr geben werde. (20. Mai 2013)
«Schwarzer Tag für den Fussball»: Nach den Ausschreitungen beim letztjährigen Cupfinal versprach Sicherheitsinspektor Reto Nause, dass es keinen Fanmarsch mehr geben werde. (20. Mai 2013)
Peter Klaunzer, Keystone

Das war ein neuer Reto Nause: Zurückhaltend, sanft in der Wortwahl, konziliant im Auftreten. Die Verhandlungen seien intensiv, aber fair gewesen, sagte der Berner Sicherheitsdirektor (CVP) am Freitagmorgen, mit dem Ergebnis könne er leben.

Und dieses ist Folgendes: Nach anfänglichen Bedenken findet der Cupfinal zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich am Ostermontag nun doch im Stade de Suisse in Bern statt. Auch die Fanmärsche werden bewilligt – allerdings mit Auflagen. Mehrere Personen müssen die Märsche durch die Stadt begleiten, Sammelplatz und Route werden vorher definiert, das Spiel beginnt bereits um 14 Uhr (damit die Innenstadt nicht den ganzen Tag «belastet» wird); die verantwortlichen Ansprechpersonen für die Stadt sind Peter Gilliéron (Präsident des Fussballverbands SFV) und SFV-Generalsekretär Alex Miescher. «Diese Abmachungen sind nicht so schlecht – das hat eine neue Qualität», sagte Nause und klang dabei ganz anders als der Nause vor einem Jahr.

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