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«Die fahren so günstig»

Es schneit und schneit in Laax – trotzdem sollen die Einheimischen nach dem Willen von Bergbahnchef Reto Gurtner noch immer nicht Ski fahren gehen. Er verteidigt in einem Interview seinen Aufruf.

«Die Saisonkarten nicht gesperrt»: Reto Gurtner, Bergbahnchef in Laax, vor dem Riders Palace. (Archivbild)
«Die Saisonkarten nicht gesperrt»: Reto Gurtner, Bergbahnchef in Laax, vor dem Riders Palace. (Archivbild)
Keystone

Einheimische sollen nach dem Willen des Bergbahnchefs noch immer auf das Skifahren in der Weissen Arena verzichten. Denn die Talabfahrten in Laax, Flims und Falera GR sind trotz des Schneefalls nach wie vor gesperrt. Wer sich dennoch auf die Piste wagt, muss jedoch nicht mit Konsequenzen rechnen.

Reto Gurtner, der Geschäftsführer der Weissen Arena Gruppe, hatte die Einheimischen in einem Brief vom 24. Dezember aufgefordert, zugunsten der Gäste auf das Skifahren zu verzichten - zumindest bis die Talabfahrt nach Flims oder Laax wieder offen ist. Dieser Aufruf hat bis ins benachbarte Ausland für Schlagzeilen gesorgt.

Die Situation hat sich nun auch mit den neuen Schneefällen nicht entspannt. Wie der Website der Weissen Arena zu entnehmen ist, waren am Samstag nach wie vor alle fünf Talabfahrten gesperrt.

Brief war eine «Bitte um Verständnis»

Wie Melanie Keller, Kommunikationsverantwortliche der Weissen Arena, auf Anfrage der sda sagte, dürfte die erste Talabfahrt in den nächsten Tagen geöffnet werden, möglicherweise bereits am Montag. Die Voraussetzungen für die Beschneiung seien derzeit gut.

Wenn nun aber Einheimische dem Ruf von Berg und Schnee nicht widerstehen können und dennoch Skifahren gehen, so haben sie keinerlei Konsequenzen zu befürchten. «Jeder ist am Berg herzlich willkommen», sagte Keller. Gurtners Brief sei eine reine Information gewesen, eine «Bitte um Verständnis» der Einheimischen.

Reto Gurtner selbst nahm in der Samstagsausgabe der «Südostschweiz» Stellung. Er habe den Einheimischen das Skifahren ja «nicht verboten», sagte er - «und auch nicht die Saisonkarten gesperrt». Für seinen Brief habe er neben Beschimpfungen und Drohungen auch viele Komplimente erhalten. Diejenigen Einheimischen, die dieser Tage den Pisten tatsächlich fernbleiben, will er jedoch nicht entschädigen: «Die fahren so günstig, dass ich das als nicht nötig erachte.»

SDA/fko

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