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Die Bremser von der Wettbewerbskommission

Die Konsumentenpreise in der Schweiz sind zu hoch. Die zuständige Behörde wirkt ratlos und steht in der Kritik.

Weko-Direktor Rafael Corazza überträgt die Verantwortung den Konsumenten: Sie sollten die überteuerten Produkte nicht einfach brav kaufen, sagte er vor einigen Wochen gegenüber den Medien. Corraza (links) und Martenet im April 2011 in Bern.
Weko-Direktor Rafael Corazza überträgt die Verantwortung den Konsumenten: Sie sollten die überteuerten Produkte nicht einfach brav kaufen, sagte er vor einigen Wochen gegenüber den Medien. Corraza (links) und Martenet im April 2011 in Bern.
Keystone
Irritiert hat auch der stellvertretende Weko-Direktor Patrik Ducrey (links), indem er sich gegen zusätzliche Kompetenzen für seine Behörde aussprach. Das wären «unnötige Notrechtsmassnahmen», sagte er der «Sonntagszeitung». Der Bundesrat sah schliesslich davon ab, stockt nun aber die Wettbewerbskommission personell auf.
Irritiert hat auch der stellvertretende Weko-Direktor Patrik Ducrey (links), indem er sich gegen zusätzliche Kompetenzen für seine Behörde aussprach. Das wären «unnötige Notrechtsmassnahmen», sagte er der «Sonntagszeitung». Der Bundesrat sah schliesslich davon ab, stockt nun aber die Wettbewerbskommission personell auf.
Keystone
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Die Währungskrise ist nicht die Ursache des Schweizer Hochpreisproblems. Aber sie verschärft es. Zahlreiche Produkte werden, obwohl völlig identisch, in der Schweiz viel teurer verkauft als etwa in Deutschland. Die Hochpreisinsel Schweiz hat groteske Züge angenommen, die Differenzen für manche Produkte betragen 100 Prozent oder mehr, selbst hartgesottene Patrioten fahren mittlerweile mit ihren Einkaufstaschen nach Baden-Württemberg.

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