Der Zivildienst ist so beliebt wie nie zuvor

Statt für die Schweizer Armee entscheiden sich immer mehr junge Männer für den Zivildienst. 1.8 Millionen Diensttage wurden 2017 geleistet. Das ist neuer Rekord.

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Seit Jahren beklagt sich die Schweizer Armee über Nachwuchsprobleme. Nun belegen aktuelle Zahlen, die der SRF-Sendung «10vor10» vorliegen, den Trend hin zum Zivildienst. 6785 neue Zulassungen wurden im vergangenen Jahr bewilligt. Insgesamt absolvierten die Zivildienstleistenden 1,8 Millionen Diensttage. Dies ist laut Vollzugsstelle für den Zivildienst ZIVI ein Rekordwert. Es sei die höchste Zahl seit 1996, also seit Inkrafttreten des Zivildienstgesetzes in der Schweiz.

Der Zivildienst dauert eineinhalbmal so lange wie der Militärdienst; ist für viele junge Männer aber dennoch attraktiver. Die Auswertung der neuesten Zahlen zeigt auch, dass 2016 13,5 Prozent – fast jeder siebte Soldat – nach abgeschlossener Rekrutenschule und vor den Wiederholungskursen im Militär zum Zivildienst wechselt. Tendenz auch hier steigend.

Zivildienstleistende arbeiten hauptsächlich in der Altenpflege, in Spitälern oder Behinderteneinrichtungen. Geht es nach dem Willen des Bundesrats, soll die Anzahl Zulassungen zum Zivildienst verringert und so sichergestellt werden, dass der Armee genügend Personal zur Verfügung steht. Mit einem Wartejahr soll Armeeangehörigen der Wechsel in den Zivildienst erschwert werden. Zudem müssten mindestens 150 Zivildiensttage geleistet werden. (scl)

Erstellt: 12.01.2018, 21:28 Uhr

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