Zum Hauptinhalt springen

Der starke Franken gefährdet Jobs

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist im Dezember leicht angestiegen. Serge Gaillard vom Staatssekretariat für Wirtschaft erklärt die Gründe und wagt einen Ausblick.

Der Schweizer Arbeitsmarkt hat sich zwar viel schneller und stärker von der Finanz- und Wirtschaftskrise erholt als erwartet. Wegen der Konjunkturverlangsamung und insbesondere wegen der Frankenstärke dürfte die Arbeitslosigkeit 2011 und 2012 aber kaum noch sinken.

«Die Frankenaufwertung ist schlecht für den Arbeitsmarkt», sagte Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Er gab keine Prognose dazu ab, wie viele Stellen deswegen verloren gehen respektive ins Ausland verlagert werden könnten.

«Der Rückgang der Arbeitslosigkeit dürfte im Frühling zum Stillstand kommen», prognostizierte Gaillard. Er rechnet nun mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent in den Jahren 2011 und 2012. Viel hänge von der Konjunktur in der EU und von der Entwicklung des Wechselkurses ab.

Tempo der Konjunkturerholung unterschätzt

Das Seco rechnet damit, dass sich das Wachstum der Schweizer Wirtschaft von 2,7 Prozent im vergangenen Jahr auf 1,5 Prozent im laufenden Jahr verlangsamt. Dies sei zu wenig, damit zusätzliche Stellen entstünden.

Im vergangenen Jahr entwickelte sich der Schweizer Arbeitsmarkt noch viel besser, als zunächst erwartet. Vor einem Jahr war das Seco davon ausgegangen, dass die Arbeitslosigkeit 2010 und 2011 auf hohen 4,9 Prozent zu liegen kommt. «Wir haben das Tempo der Konjunkturerholung unterschätzt», räumte Gaillard ein.

Arbeitslosigkeit höher als vor der Finanzkrise

Der verzeichnete Rückgang um 24'000 Arbeitslose innert Jahresfrist sei erfreulich. Die Jugendarbeitslosigkeit habe gar um ein Viertel abgenommen. Insgesamt liege die Arbeitslosenquote aber noch um 1 Prozentpunkt über dem Stand von vor der Finanzkrise.

Dass zum Jahresende die Arbeitslosigkeit gestiegen ist, sei aber ausschliesslich saisonbedingt. Ohne die zusätzlichen Arbeitslosen auf dem Bau hätte die Zahl der Arbeitslosen um etwa 800 abgenommen, sagte Gaillard.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch