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Das Vorbild für den Inländervorrang

Genf macht es vor, wie hiesige Arbeitskräfte bevorzugt angestellt werden. Doch funktioniert das System wirklich?

Alltag in Genf: Ein Bus bringt am Abend Grenzgänger zurück nach Frankreich. Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)
Alltag in Genf: Ein Bus bringt am Abend Grenzgänger zurück nach Frankreich. Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

Für den Genfer Staatsrat Mauro Poggia ist es der wirkungsvollste Entscheid seiner Amtszeit. Kaum in die Regierung gewählt, gab er im Jahr 2013 als neuer Chef des Departements für Arbeit, Soziales und Gesundheit die Direktive aus, vom Kanton finanzierte oder subventionierte Betriebe müssten bei Stellenbesetzungen arbeitslose Genfer bevorzugen. Damit dehnte Poggia das Modell, das seit 2011 für die Kantonsverwaltung und für Staatsbetriebe galt, auf insgesamt 250 Institutionen aus. Seine Partei, das rechtspopulistische Mouvement Citoyens Genevois (MCG), applaudierte, weil Poggia sich den Billiglohnarbeitern aus dem französischen Grenzgebiet mit breiter Brust entgegenstellte.

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