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Der Rüstungskonzern Ruag soll aufgespalten werden

Der Bundesrat will, dass die für die Armee tätigen Geschäftseinheiten in eine neue Gesellschaft überführt werden.

Die Ruag soll in verschiedene Geschäftseinheiten aufgespalten werden. Der Bundesrat verspricht sich davon mehr Sicherheit vor Cyberangriffen. (Archiv)
Die Ruag soll in verschiedene Geschäftseinheiten aufgespalten werden. Der Bundesrat verspricht sich davon mehr Sicherheit vor Cyberangriffen. (Archiv)
Georgios Kefalas, Keystone
Im Einklang mit dem Verwaltungsrat des Rüstungskonzerns soll die Firmenstruktur bis 2020 angepasst werden.
Im Einklang mit dem Verwaltungsrat des Rüstungskonzerns soll die Firmenstruktur bis 2020 angepasst werden.
Thomas Delley, Keystone
Die übrigen Teile des Unternehmens, die weltweit zivile und internationale militärische Geschäfte tätigen, würden dann nach dem Willen des Bundesrates zur neuen Gesellschaft Ruag International verschmelzen: Ein Spezialist an der Arbeit an einer Raketenspitze in der Spacehalle in Emmen.
Die übrigen Teile des Unternehmens, die weltweit zivile und internationale militärische Geschäfte tätigen, würden dann nach dem Willen des Bundesrates zur neuen Gesellschaft Ruag International verschmelzen: Ein Spezialist an der Arbeit an einer Raketenspitze in der Spacehalle in Emmen.
Urs Flueeler, Keystone
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Der Bundesrat will den bundesnahen Rüstungskonzern Ruag aufspalten. Nach seinem Willen sollen die für die Armee tätigen Geschäftseinheiten in eine neue Gesellschaft überführt werden. Der Bundesrat verspricht sich davon mehr Sicherheit vor Cyberangriffen.

Den Grundsatzentscheid fällte der Bundesrat am Mittwoch an einer Aussprache über die Ruag. Im Einklang mit deren Verwaltungsrat soll die Konzernstruktur bis 2020 angepasst werden.

Konkret will der Bundesrat eine neue Struktur für jene Teile der Ruag schaffen, die als Materialkompetenzzentren für die Schweizer Armee jährlich Leistungen in der Höhe von rund 400 Millionen Franken erbringen.

Laut dem Verteidigungsdepartement (VBS) geht es dabei in erster Linie um die Betreuung und Instandhaltung der Systeme der Armee. Die Leistungen fallen vor allem in den Geschäftseinheiten Ruag Aviation und Ruag Defence an. Die neue Konzerngesellschaft soll unter dem Namen Ruag Schweiz fungieren.

Die übrigen Teile des Unternehmens, die weltweit zivile und internationale militärische Geschäfte tätigen, würden dann nach dem Willen des Bundesrates zur neuen Gesellschaft Ruag International verschmelzen.

Keine Folge von Cyberangriff

Der Bundesrat begründet die Neustrukturierung mit der höheren Informatiksicherheit, weil die Systeme der neuen Gesellschaften vollständig voneinander getrennt werden. Das Geschäftsfeld Cybersicherheit soll ebenfalls in die Ruag Schweiz überführt werden, wie ein VBS-Sprecher auf Nachfrage erklärte.

Er verneinte jedoch, dass der Schritt eine Folge des 2016 bekanntgewordenen Cyber-Angriffs sei. Die Ruag war zwischen Ende 2014 und Anfang 2016 Ziel eines Cyber-Spionage-Angriffs geworden. Rund 23 Gigabyte Daten wurden entwendet. Laut dem Bund deuteten die Indizien auf Wirtschaftsspionage hin.

Mit der neuen Struktur erhalte die Ruag International zudem mehr Spielraum, um sich auf dem internationalen Markt zu positionieren, erklärte der VBS-Sprecher weiter. Nach Ansicht des Bundesrates können die bestehenden Synergien zwischen dem VBS und der Ruag weiter genutzt und die Aufträge effizient abgewickelt werden.

Der Bundesrat hat am Mittwoch entschieden, dass der Verwaltungsrat der Ruag die Neustrukturierung auf den 1. Januar 2020 umsetzt. In einem ersten Schritt soll der Verwaltungsrat ein vollständiges Konzept mit verschiedenen Varianten vorlegen.

Ruag muss produktiver werden

An seiner Sitzung nahm der Bundesrat auch Kenntnis von der jährlichen Berichterstattung des Verwaltungsrates der Ruag. Das Unternehmen habe im vergangenen Jahr die strategischen Ziele des Bundesrates 2016 bis 2019 grösstenteils erreicht. Die Landesregierung erwarte aber in den nächsten Jahren eine Steigerung der Produktivität.

(SDA)

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