Der Redemarathon beginnt schon

Heute halten bereits die ersten Bundesräte Reden zum Nationalfeiertag. Die meisten Auftritte bestreitet Ueli Maurer. Nur ein Bundesrat spricht dieses Jahr am 1. August nicht.

Spricht dieses Jahr in Huttwil BE: Bundesrätin Simonetta Sommaruga. (Archivbild)

Spricht dieses Jahr in Huttwil BE: Bundesrätin Simonetta Sommaruga. (Archivbild)

(Bild: Keystone)

Mit ersten Bundesratsreden und Feuerwerken beginnen heute bereits die Feiern zum 1. August. Bundesrat Ueli Maurer startet seinen Marathon mit insgesamt sieben Auftritten. Das Wetter spielt auch dieses Jahr mit. Es wird sonnig und heiss.

Als erstes Mitglied der Landesregierung spricht SVP-Bundesrat Maurer zum Nationalfeiertag um 18 Uhr in seiner Wohngemeinde Hinwil im Zürcher Oberland. Der Verteidigungsminister bestreitet zum 1. August insgesamt sieben Auftritte.

Berset hat drei Auftritte

Ebenfalls bereits heute wendet sich SP-Bundesrat Alain Berset an die Nation. Er spricht im 300-Seelen-Dorf Middes, das in seinem Heimatkanton Freiburg liegt. Am Mittwoch folgen zwei weitere Auftritte des Innenministers.

Das Wetter dürfte auch in diesem Jahr stimmen. Die Wetterdienste sagen hohe Temperaturen und blauen Himmel voraus. Einzig in den Alpen könnte es am 1. August zu vereinzelten Sommergewittern kommen.

Keinen berühmten Redner, sondern ein grosses Feuerwerk bietet die Stadt Basel seiner Bevölkerung. Die Raketen werden am Dienstagabend um 23 Uhr auf zwei Schiffen vom Rhein aus abgefeuert. Erwartet werden bis zu 120'000 Personen. Über 90 Festwirtschaften stehen bereit. Auf mehreren Bühnen finden Konzerte statt.

Walliser Kuhkampf in Genf

Etwas Aussergewöhnliches hat sich die Stadt Genf ausgedacht: Am 1. August werden zwölf Eringer-Kühe aus dem Wallis nach Genf gebracht, wo sie am Abend in einer eigens aufgebauten Arena gegeneinander kämpfen werden. Tierschutzorganisationen wehrten sich vergeblich gegen den Anlass im Stadtteil Plainpalais.

Kämpfe mit den stämmigen Eringerkühen werden traditionell im Walliser Val d'Hérens veranstaltet. In den vergangenen Jahren fanden die Kuhkämpfe aber in der ganzen Westschweiz begeisterte Anhänger.

Während in Genf Eringerkühe um den Titel «Reine de Plainpalais» kämpfen, wird auf dem Rütli der Genfer Nationalrat Antonio Hodgers (Grüne) eine Rede halten. Er wurde von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft, welche die 1.-August-Feiern auf der geschichtsträchtigen Wiese organisiert, eingeladen.

Zu seinem Auftritt sagte Hodgers in einem Zeitungsinterview, es sei typisch für die Schweiz, dass zum 1. August nicht zwingend die Bundespräsidenten auf dem Rütli auftreten würden. Die Schweiz sei darauf bedacht, Minderheiten zu integrieren. Zu diesen zählt sich Hodgers selbst – als Romand, grüner Politiker und Secondo.

Leuthard fährt hoch hinauf

Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf wird sich am 1. August in einer Radio- und Fernsehansprache an die Schweizer Bevölkerung wenden. Persönlich auftreten wird sie am Abend in Märstetten TG. Am Morgen nimmt sie in ihrem Heimatkanton Graubünden an einem Buurezmorge teil.

Hoch hinauf fährt CVP-Bundesrätin Doris Leuthard. Sie feiert den Nationalfeiertag auf dem Jungfraujoch, wo die Jungfraubahnen gleichzeitig ihr 100-Jahr-Jubiläum begehen. Auch SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga weilt im Kanton Bern. Sie reist nach Huttwil ins Emmental und hält dort eine Rede.

Weiter weg zieht es FDP-Bundesrat und Aussenminister Didier Burkhalter. Er fliegt nach London und spricht im «Swiss House» der Schweizerischen Olympiadelegation. Keine Rede zum Nationalfeiertag hält von den Mitgliedern des Bundesrates einzig Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann.

Bereits am Montagabend fanden auf dem Bundesplatz in Bern mehrere Konzerte statt. Es handelte sich dabei um siebte Auflage des Gratis-Openair «Für eine Schweiz mit Herz». Die Veranstalter wollten mit dem Anlass ein Zeichen für eine nachhaltige und weltoffene Schweiz setzen.

mw/sda

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