Zum Hauptinhalt springen

Der liberale Kompass zittert

Die Wirren um die NZZ sind entlarvend: Die bürgerlich-liberale Schweiz ringt um ihre Identität.

Die Institution an der Zürcher Falkenstrasse. Foto: Sabina Bobst
Die Institution an der Zürcher Falkenstrasse. Foto: Sabina Bobst

Für viele Bürgerliche ist die «Neue Zürcher Zeitung» das Evangelium; man hält sie feierlich in Händen und blättert ehrfürchtig darin. Deshalb ist es mehr als eine Personalie, dass der NZZ-Verwaltungsrat einstimmig Blocher-Bewunderer Markus Somm zum neuen Chef­redaktor wählen wollte und «wichtige liberale Persönlichkeiten» damit offenbar einverstanden waren. Das welt­offene, FDP-nahe Traditionsblatt mit einem Journalisten an der Spitze, der seit Jahren schreibt, der wahre Freisinn von heute sei die SVP? Der Plan ist zwar gescheitert, aber nur schon die Idee, das bürgerliche Leitblatt in Somms Hände zu legen, ist entlarvend.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.