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Der Auffällige am Abgrund

Die Selfie-Affäre bringt einen der ungewöhnlichsten politischen Köpfe der Schweiz in Bedrängnis. Der Fall Geri Müller weist auch auf die Verletzlichkeit des Berufspolitikertums hin.

Für die einen unabhängig, für die anderen selbstgefällig: Geri Müller, Stadtammann von Baden. Foto: Emanuel Freudiger (AZ/Eq Images)
Für die einen unabhängig, für die anderen selbstgefällig: Geri Müller, Stadtammann von Baden. Foto: Emanuel Freudiger (AZ/Eq Images)

Der optische Eindruck, der aus den Gesprächen mit ihm geblieben ist, sind die Augen: hierhin, dorthin und wieder hierhin – als wollten sie umherschwirrende Wespen ­lasern, kaum eine Sekunde lang das Gegenüber oder auch nur denselben Punkt fixierend. Die Ohren präsent, die Antworten meist passend zur Frage, die Augen aber überall und nirgends – gleichsam die physische Zappelei eines lebhaften Geistes, der in jeder Session kunterbunte Vorstösse zur Aussen-, Energie-, Umwelt- und Gesellschaftspolitik produziert, der sich mit vielen bissigen Voten am Rednerpult des Nationalratssaals manifestiert.

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