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Der Aargau – der Aufsteiger

Welches sind die wirtschaftlich attraktivsten Standorte der Schweiz? Die CS hat das untersucht. Dabei ergaben sich zum Vorjahr einige bemerkenswerte Veränderungen.

Je blauer, desto besser: Standortqualität in der Schweiz.
Je blauer, desto besser: Standortqualität in der Schweiz.
Credit Suisse

Der am Dienstag veröffentlichte Standortqualitätsindikator der Credit Suisse zeigt: Unangefochten an der Spitze rangiert nach wie vor der Kanton Zug. Für den kleinen Kanton spricht die ausgeprägte steuerliche Attraktivität, der überdurchschnittliche Bildungsstand sowie die verkehrsgünstige Lage. Als Wirtschaftszentrum der Schweiz verfügt auch Zürich über zahlreiche Standortvorteile und liegt erneut auf dem zweiten Platz.

Aufsteiger des Jahres ist der Kanton Aargau, der vor einem Jahr noch im Mittelfeld gelegen hatte. Dank einer konsequenten Standortstrategie mit einer steuerlichen Entlastung der juristischen Personen weise der Kanton Vorteile gegenüber der Konkurrenz auf. Auf Platz 4 liegt neu Nidwalden und auf Platz 5 der Kanton Basel-Stadt, dem letztjährigen Dritten.

Jura am Schluss

Über dem Schweizer Mittel liegen die Kantone Basel-Stadt, Genf, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, Baselland, Solothurn, St. Gallen, Luzern und Appenzell Innerrhoden.

Nichts verändert hat sich am Ende der Rangliste. Wie in den vorangegangenen Jahren belegen Wallis, Neuenburg und Jura die letzten Plätze. Gegen diese Kantone spricht ihre periphere Lage und die zu tiefe Erreichbarkeit. Weiter Ränge eingebüsst haben die Westschweizer Kantone Genf, Waadt und Freiburg.

Zentrales Element der Standortentwicklung und auch der am einfachsten zu beeinflussende Faktor sei die Steuerpolitik, schreiben die CS-Ökonomen. 2009 habe ein Grossteil der Kantone steuerliche Entlastungen vorgenommen.

Unterschiedliche Steuerstrategien

Die Untersuchung stellt unterschiedliche Steuerstrategien der Kantone fest. Während die meisten Westschweizer Kantone sowie Basel- Stadt sowohl die natürlichen als auch die juristischen Personen überdurchschnittlich stark besteuern, liegen die meisten Deutschschweizer Kantone bei beiden Indikatoren unter dem Schweizer Durchschnitt.

Eine Reihe von Kantonen wie Bern, Wallis und Baselland weisen ein asymmetrisches Profil mit einer überdurchschnittlich starken Belastung der natürlichen Personen und einer Belastung der juristischen Personen nahe am Schweizer Mittel auf.

Ein anderes Profil hat der Kanton Zürich, der natürliche Personen nur schwach belastet, aus Sicht der Unternehmenssteuern aber nur durchschnittlich attraktiv ist. Der steuerlich günstigste Kanton für Privatpersonen bleibt der Kanton Zug. Für Unternehmen liegen Obwalden und Appenzell Ausserrhoden bezüglich Steuerattraktivität an der Spitze.

Der SQI wird von der CS auf der Basis von Daten der rund 2700 Schweizer Gemeinden berechnet. Die wichtigsten fünf quantitativ messbaren Faktoren waren: die Steuerbelastung natürlicher und juristischer Personen, der allgemeine Ausbildungsstand der Bevölkerung, die Verfügbarkeit von hochqualifizierten Fachkräften sowie die verkehrstechnische Erreichbarkeit.

Nicht berücksichtigt wurden sogenannte weiche Standortfaktoren wie landschaftliche Schönheit oder Qualität der öffentlichen Dienste.

SDA/sam

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