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«Den IZRS sollte man verbieten»

Naim Cherni vom Islamischen Zentralrat hat ein Verfahren am Hals – wegen Propaganda für Terrorgruppen. Der IZRS biete Nährboden für radikales Gedankengut, sagt Kriegsreporter Kurt Pelda.

Der Bundesanwaltschaft ein Dorn im Auge: Naim Cherni (rechts) interviewt Dr. Abd Allah al-Muhaysini, eine «Integrationsfigur der Syrischen Revolution», über die praktische Umsetzung der Scharia. (Screenshot: IZRS / «The True Dawn in Syria» / Youtube)
Der Bundesanwaltschaft ein Dorn im Auge: Naim Cherni (rechts) interviewt Dr. Abd Allah al-Muhaysini, eine «Integrationsfigur der Syrischen Revolution», über die praktische Umsetzung der Scharia. (Screenshot: IZRS / «The True Dawn in Syria» / Youtube)

Herr Pelda, die Bundesanwaltschaft wirft IZRS-Vorstandsmitglied Naim Cherni Propaganda für eine jihadistische Terror-Organisation vor. Ist das Interview mit Jihadistenführer Abdallah al-Muhaysini der Grund dafür? Die Bundesanwaltschaft wirft Cherni vor, sich nicht von al-Muhaysinis Aussagen zu distanzieren. Dieser ist ein Mann der al-Nusra-Front, und damit der al-Qaida, ein Kriegsverbrecher, der Menschen erschiessen lässt. Al-Muhaysini betreibt im Interview klar Propaganda für den Jihad, er ruft junge Leute in Europa dazu auf, als Jihadisten nach Syrien zu reisen. Naim Cherni zeigt Muhaysini seine Bewunderung, indem er ihn im Video mit «grosser Scheich» anredet. Dessen Aussagen lässt Cherni gänzlich unkommentiert, äussert nie Kritik. Ob das alleine als Propaganda gelten kann, ist schwierig zu beurteilen. Schliesslich spreche ich auch mit Terroristen. Das kann man Journalisten auch nicht verbieten. Ich hätte aber solche Interview-Passagen entweder nicht ausgestrahlt oder zumindest kritisch kommentiert.

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